Puma kämpft mit Verlusten und baut massiv Stellen ab, doch ein Wettbewerber sieht offenbar erhebliches Potenzial. Der chinesische Branchenriese Anta Sports sicherte sich ein großes Aktienpaket und zahlte dafür weit mehr als den aktuellen Börsenkurs. Ist dieser strategische Einstieg der Startschuss für die erhoffte Wende in Herzogenaurach?

  • Einstieg: Anta Sports übernimmt rund 29 Prozent der Anteile.
  • Prämie: Kaufpreis von 35 Euro je Aktie liegt deutlich über aktuellem Kurs.
  • Umbau: Neue Business Unit "Training" und Stellenabbau laufen.
  • Termin: Jahreszahlen folgen am 26. Februar 2026.

Ein strategisches Schwergewicht als Anker

Der Einstieg von Anta Sports markiert eine Zäsur in der Aktionärsstruktur. Die Chinesen übernehmen das Paket der französischen Pinault-Familie (Artemis) für 1,5 Milliarden Euro. Bemerkenswert ist dabei vor allem der Preis: Mit 35 Euro je Aktie bewertet Anta das MDAX-Unternehmen signifikant höher als der Markt, der den Titel aktuell bei 23,07 Euro handelt.

Anta schloss eine vollständige Übernahme zwar explizit aus, strebt aber einen Sitz im Aufsichtsrat an. Strategisch soll der Schritt das Wachstum von Puma in China stützen, während Anta seine globale Präsenz ausbaut. Dass Artemis sich eine „Anti-Embarrassment-Klausel“ zusichern ließ, deutet darauf hin, dass man für den Fall eines baldigen höheren Angebots abgesichert sein wollte. Neben den Chinesen haben sich auch Finanzinvestoren positioniert: Morgan Stanley meldete zuletzt einen Gesamtanteil von 5,1 Prozent, BlackRock hält gut 3,3 Prozent der Stimmrechte.

Harter Sanierungskurs in Herzogenaurach

Während auf Aktionärsebene die Weichen neu gestellt werden, läuft operativ das Sparprogramm. Das Management hat das Jahr 2025 als „Reset-Jahr“ deklariert, in dem auch ein operativer Verlust erwartet wird. Bis Ende 2026 sollen rund 1.400 Stellen im Unternehmensbereich wegfallen. Rund 500 Positionen wurden im Rahmen der Initiative „Nextlevel“ bereits adressiert.

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Um die operative Schlagkraft zu erhöhen, hat Puma zudem die Struktur angepasst. Der Bereich Training wurde von Running getrennt und in eine eigenständige Business Unit am Hauptsitz überführt. Dies soll Entscheidungswege verkürzen und Partnerschaften intensivieren.

Die charttechnische Lage

Der Markt reagierte zuletzt positiv auf die Neuigkeiten. Auf Wochensicht legte das Papier um 6,61 Prozent zu und konnte sich damit etwas vom 52-Wochen-Tief bei 15,46 Euro lösen. Dennoch bleibt das Bild auf Jahressicht mit einem Minus von rund 22 Prozent getrübt.

Der Abstand zum Einstandspreis von Anta (35 Euro) verdeutlicht das Aufholpotenzial, das der neue Großaktionär sieht. Aktuell kämpft die Aktie darum, den 50-Tage-Durchschnitt von 22,27 Euro nachhaltig hinter sich zu lassen, während der 200-Tage-Durchschnitt bei 20,90 Euro als Unterstützung dient.

Am 26. Februar 2026 müssen nun Fakten auf den Tisch. Wenn Puma die Geschäftszahlen für 2025 vorlegt, wird sich zeigen, wie tief die Einschnitte im "Reset-Jahr" wirklich waren und ob der Ausblick auf ein profitables Wachstum ab 2027 realistisch bleibt.

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