Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB baut sein Geschäft massiv aus. Mit einer neuen Tochtergesellschaft für Mondmissionen, Kooperationsgesprächen mit Rheinmetall und deutlich angehobenen Mittelfristzielen positioniert sich das Unternehmen für die kommenden Jahre. Die Strategie: Parallel zur zivilen Raumfahrt verstärkt ins Verteidigungsgeschäft einsteigen.

Die wichtigsten Fakten:
- Auftragseingang 2025 bei rund 2,1 Milliarden Euro (+24 %)
- Mittelfristziel bis 2028: Über 2 Milliarden Euro Gesamtleistung
- Neue Mondgesellschaft in Bayern gegründet
- Kooperation mit Rheinmetall bestätigt

European Moonport Company nimmt Arbeit auf

Am 4. Februar gründete OHB die European Moonport Company mit Sitz in Oberpfaffenhofen. Die Tochtergesellschaft bündelt sämtliche Aktivitäten für künftige Mondmissionen. Zusammen mit Munich Airport International entwickelt OHB ein Konzept für eine Start- und Landeeinrichtung auf der Mondoberfläche.

ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher sprach von einem wichtigen Schritt für Europas eigenständige Mondpräsenz. Der Konzern will damit gegenüber den USA und China aufholen, die ihre Mondprogramme bereits seit Jahren vorantreiben.

Ambitionierte Ziele bis 2028

Auf dem Capital Market Day am 20. Januar präsentierte das Management konkrete Wachstumsziele:

Für 2026 peilt OHB eine Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro an – bei einer EBITDA-Marge von 11 Prozent und einer EBIT-Marge von 8 Prozent. Bis 2027 soll die Gesamtleistung auf 1,7 Milliarden Euro steigen, 2028 dann über die Marke von 2 Milliarden Euro klettern. Die EBITDA-Marge soll mittelfristig über 12 Prozent liegen.

Der Auftragsbestand erreichte zum 30. September 2025 erstmals über 3 Milliarden Euro. Mittelfristig strebt der Konzern einen durchschnittlichen jährlichen Auftragseingang von etwa 3 Milliarden Euro an.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei OHB SE?

Verteidigungsgeschäft gewinnt an Gewicht

Ende Januar bestätigte OHB per Ad-hoc-Mitteilung Kooperationsgespräche mit Rheinmetall bei öffentlichen Vergabeverfahren. Das Management machte deutlich, dass der Verteidigungssektor künftig eine größere Rolle spielen wird. Die Kombination aus Weltraumtechnologie und Verteidigungskompetenz öffnet dem Konzern neue Geschäftsfelder.

Börsennotierung bleibt bestehen

Der Vorstand erteilte Spekulationen über einen möglichen Börsenrückzug eine klare Absage. Die Börsennotierung schaffe Vertrauen bei Auftraggebern und sichere den Zugang zu Kapital für die geplanten Wachstumsinvestitionen.

Solide operative Basis

Die Neun-Monats-Zahlen 2025 zeigten eine positive Entwicklung. Die Gesamtleistung stieg um 21 Prozent auf 863,5 Millionen Euro, das bereinigte EBITDA legte um 12 Prozent auf 80,9 Millionen Euro zu.

Am 19. März folgen die testierten Jahresergebnisse für 2025. Sie werden zeigen, ob die operative Basis für die ambitionierten Mittelfristziele trägt.

Anzeige

OHB SE-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue OHB SE-Analyse vom 10. Februar liefert die Antwort:

Die neusten OHB SE-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für OHB SE-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

OHB SE: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...