Puma Aktie: Übernahmekampf entbrennt!
Nach einem katastrophalen Börsenjahr schöpfen Anleger plötzlich neue Hoffnung. Massive Übernahmegerüchte haben die Talfahrt des Sportartikelherstellers gestoppt und die Fantasie am Markt neu entfacht. Doch mitten in der Euphorie stellt sich die entscheidende Frage: Spielt der mächtige Großaktionär bei diesem Poker überhaupt mit oder platzt der Deal, bevor er begonnen hat?
Bieterwettstreit aus Fernost?
Während die Aktie operativ am Boden liegt, scheinen Schnäppchenjäger ihre Chance zu wittern. Berichten zufolge evaluieren gleich mehrere asiatische Schwergewichte einen Einstieg in Herzogenaurach. Bloomberg zufolge arbeitet Anta Sports aus Hongkong bereits mit Beratern an einem möglichen Gebot. Der Konzern bringt Erfahrung mit internationalen Übernahmen mit, nachdem er 2019 bereits die Muttergesellschaft von Salomon und Arc'teryx schluckte.
Die Interessentenliste ist prominent besetzt:
- Anta Sports: Prüft mit einer Marktkapitalisierung von 31 Milliarden Dollar aktiv ein Angebot.
- Li Ning: Der chinesische Konkurrent lotet derzeit Finanzierungsoptionen aus.
- Asics: Wurde als Interessent gehandelt, dementierte jedoch umgehend.
Diese Spekulationen sorgten für ein gewaltiges Aufatmen an der Börse: Auf Wochensicht schoss der Kurs um sagenhafte 26,67 Prozent nach oben. Doch ist dieser Anstieg nachhaltig?
Großaktionär als Spielverderber
Das größte Hindernis für jede Übernahme sitzt in Frankreich. Die Milliardärsfamilie Pinault hält über ihre Holding Artemis 29 Prozent an Puma und besitzt damit faktisch ein Vetorecht. François-Henri Pinault bezeichnete die Beteiligung zwar als "nicht strategisch", machte aber unmissverständlich klar: Zu aktuellen Preisen wird nicht verkauft.
Hier prallen Wunsch und Wirklichkeit hart aufeinander. Trotz der jüngsten Erholungsrallye notiert das Papier seit Jahresanfang immer noch 54,61 Prozent im Minus. Die aktuelle Marktkapitalisierung von rund 2,9 Milliarden Euro spiegelt aus Sicht der Pinault-Familie wohl kaum den wahren Wert wider. Diese gigantische Bewertungslücke zwischen dem aktuellen Kurs von 20,00 Euro und den Vorstellungen des Großaktionärs könnte jeden Deal im Keim ersticken.
Radikaler Umbau statt Verkauf?
Sollten die Übernahmegespräche scheitern, bleibt Anlegern nur der Blick auf die nackten, operativen Tatsachen – und die sind düster. CEO Arthur Hoeld, erst im Juli vom Erzrivalen Adidas gekommen, hat für 2025 die Reißleine gezogen. Statt des ursprünglich geplanten Gewinns erwartet der Konzern nun einen operativen Verlust.
Das "Reset-Jahr" fordert Opfer:
* Streichung von 900 Stellen.
* Bereinigung der Produktpalette.
* Fokus auf die Kernbereiche Fußball, Running und Training.
Die Marke kämpft an zwei Fronten: Einerseits verliert man Boden gegen den wiedererstarkten Nachbarn Adidas, andererseits graben neue Herausforderer wie On Running und Hoka Marktanteile ab. Umsatzrückgänge im zweistelligen Bereich im dritten Quartal unterstreichen den Ernst der Lage.
Fazit
Die Situation ist eine Wette mit hohem Einsatz. Gelingt keine Einigung mit der Familie Pinault, fällt die Aktie auf ihre schwachen Fundamentaldaten zurück. Puma hat zwar das Ziel ausgerufen, bis 2027 wieder zu wachsen, doch der Weg dahin ist steinig und teuer. Anleger müssen sich entscheiden: Setzen sie auf die schnelle Übernahme-Prämie oder glauben sie an die langwierige Sanierung aus eigener Kraft?
Puma-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Puma-Analyse vom 29. November liefert die Antwort:
Die neusten Puma-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Puma-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Puma: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








