Der Sportartikelhersteller Puma steckt in der tiefsten operativen Krise seiner Unternehmensgeschichte. Ein gewaltiger Nettoverlust von über 640 Millionen Euro für das Jahr 2025 zwingt das Management zu harten Einschnitten. Gleichzeitig formiert sich im Hintergrund ein völlig neues Machtgefüge, das die strategische Ausrichtung der Marke aus Herzogenaurach maßgeblich bestimmen wird.

Hohe Lagerbestände und eine schwache globale Nachfrage haben tiefe Spuren in der Bilanz hinterlassen. Um schwer verkäufliche Ware abzubauen, drückten aggressive Rabattaktionen die Bruttomarge auf 40,2 Prozent. Das Resultat ist ein Nettoverlust von 643,6 Millionen Euro, weshalb die Aktionäre auf der kommenden Hauptversammlung im Mai auf eine Dividende verzichten müssen. CEO Arthur Hoeld steuert nun gegen und will die hohe Abhängigkeit vom margenschwachen Großhandel reduzieren. Der Fokus rückt verstärkt auf den Direktvertrieb sowie die Kernsportarten Fußball und Running. Ein erster Lichtblick zeichnet sich bereits ab: Der Abbau der übervollen Lager verläuft schneller als geplant und soll bis zum Jahresende ein normalisiertes Niveau erreichen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Puma?

Neue Großaktionäre bringen sich in Stellung

Während das operative Geschäft strauchelt, ordnet sich das Aktionariat neu. Der chinesische Sportartikelkonzern Anta Sports hat sich mit der Holdinggesellschaft Artémis auf den Kauf eines Pakets von 29,06 Prozent geeinigt. Der vereinbarte Kaufpreis von 35 Euro je Anteilsschein liegt deutlich über dem aktuellen Kursniveau von 21,73 Euro. Bis der Deal voraussichtlich Ende 2026 abgeschlossen ist, müssen jedoch noch regulatorische Hürden in Europa und China genommen werden.

Parallel hat sich die britische Frasers Group über Put-Optionen einen Anteil von knapp sechs Prozent gesichert. Marktbeobachter werten dies als strategischen Schritt, um Einfluss auf die europäische Vertriebsstruktur zu nehmen, während Anta seine Einzelhandelskompetenz nutzen will, um Pumas schwache Präsenz auf dem chinesischen Markt auszubauen.

Ein langer Weg zur Erholung

Das Management hat das laufende Jahr bereits als Übergangsphase deklariert. Für 2026 kalkuliert der Konzern einen weiteren operativen Verlust zwischen 50 und 150 Millionen Euro ein. Eine nachhaltige Rückkehr auf den Wachstumspfad plant der Vorstand frühestens für 2027. Bis dahin soll unter anderem eine neue Technologie-Partnerschaft mit dem chinesischen Unternehmen Shincell die Produktpalette im Laufschuh-Segment durch reaktionsfreudigere Materialien stärken. Erste konkrete Belege für das Greifen der Sanierungsmaßnahmen muss das Unternehmen am 30. April mit dem Bericht zum ersten Quartal vorlegen.

Puma-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Puma-Analyse vom 13. März liefert die Antwort:

Die neusten Puma-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Puma-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Puma: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...