Der Einstieg des chinesischen Sportartikelkonzerns Anta Sports markiert einen historischen Wendepunkt für Puma. Während das Management nach einem tiefroten Geschäftsjahr die Wunden leckt, positioniert sich ein mächtiger Player im Hintergrund. Kann der neue Großaktionär den kriselnden Konzern wieder auf Wachstumskurs zwingen?

Zäsur in der Aktionärsstruktur

Eine offizielle Stimmrechtsmitteilung von Anfang der Woche bestätigt, was den Markt bewegt: Anta Sports hält nun rund 29 Prozent der Anteile an der Puma SE. Dieser strategische Schritt erfolgt in einer Phase extremer Verwundbarkeit. CEO Arthur Hoeld hatte bereits 2025 als "Reset-Jahr" deklariert, um tiefgreifende operative Ineffizienzen zu beseitigen. Der Einstieg der Chinesen zielt nun offensichtlich auf eine langfristige finanzielle Stabilisierung ab, während der deutsche Traditionskonzern seine Markenpositionierung grundlegend überarbeitet.

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Rote Zahlen und gestrichene Dividende

Die Notwendigkeit eines starken Partners wird beim Blick auf die jüngste Bilanz deutlich. Im vergangenen Jahr brach der währungsbereinigte Umsatz um über acht Prozent ein, was zu einem massiven Nettoverlust von rund 646 Millionen Euro führte. Um die Bilanz zu schonen und dringend benötigte liquide Mittel für den Umbau im Unternehmen zu halten, wurde die Dividende für 2025 komplett gestrichen. Anleger reagieren auf diesen harten Sanierungskurs weiterhin verhalten: Auf Wochensicht verzeichnete das Papier einen Rückgang von 5,28 Prozent und ging gestern bei 21,54 Euro aus dem Handel.

Harter Weg zur Profitabilität

Auch für das laufende Geschäftsjahr 2026 verspricht das Management keine schnelle Besserung, sondern definiert eine klare Übergangsphase. Im Zentrum stehen der Abbau überschüssiger Lagerbestände, vor allem im schwierigen nordamerikanischen Markt, sowie Investitionen von 200 Millionen Euro in die digitale Infrastruktur und den Direktvertrieb. Die Prognose bleibt entsprechend verhalten: Das operative Ergebnis (EBIT) wird voraussichtlich erneut negativ ausfallen und in einer Spanne zwischen minus 50 und minus 150 Millionen Euro liegen.

Das operative Geschäft bleibt vorerst durch geopolitische Unsicherheiten und den laufenden Umbau der Vertriebskanäle belastet. Erst wenn die Reduzierung der Rabattaktionen greift und die Lager geräumt sind, entsteht die Basis für einen Turnaround. Das Management peilt eine Rückkehr zu profitablem Wachstum ab 2027 an – ein strikter Zeitplan, den der neue Großaktionär Anta Sports nun genauestens überwachen dürfte.

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