Die Lage für TUI ist ernst. Eskalierte Konflikte im Nahen Osten haben den Tourismuskonzern operativ und an der Börse gleichzeitig getroffen — rund 10.000 TUI-Reisende saßen in der Region fest, zwei Kreuzfahrtschiffe konnten ihre Häfen nicht verlassen. Seit Jahresbeginn hat die Aktie gut 26 Prozent verloren und notiert auf einem neuen 6-Monats-Tief.

Evakuierung abgeschlossen — Schaden bleibt

Die Mein Schiff 4 lag in Abu Dhabi fest, die Mein Schiff 5 in Doha. Während die Passagiere der Mein Schiff 4 vergleichsweise unkompliziert ausgeflogen werden konnten, erforderte die Evakuierung aus Katar erheblichen logistischen Aufwand: Busse brachten Reisende zunächst nach Riad, von wo aus Charterflüge nach München, Frankfurt und Köln koordiniert wurden. Die letzte Gruppe von rund 180 Passagieren ist inzwischen abgereist.

TUI Cruises hat alle Abfahrten der Mein Schiff 4 bis zum 23. März und der Mein Schiff 5 bis zum 12. März abgesagt. Wann die Schiffe wieder regulär fahren, ist offen. Konzernchef Sebastian Ebel stellte klar, dass selbst bei schneller Beruhigung des Konflikts eine Normalisierung der Buchungsnachfrage Monate dauern werde.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei TUI?

Ölpreis verschärft den Druck

Zur geopolitischen Belastung kommt ein strukturelles Problem hinzu: Steigende Ölpreise treiben die Kerosinkosten. Als flugintensiver Konzern mit rund 150 eigenen Flugzeugen reagiert TUI auf Energiepreisschwankungen besonders sensibel. Das dämpft die Erwartungen an das operative Ergebnis 2026 zusätzlich — und erschwert eine Kurserholung.

Auch das geplante Joint Venture mit der omanischen Staatsgesellschaft Omran, das fünf Hotels in Dhofar vorsah, ist vorerst auf Eis gelegt.

Management kauft — trotzdem

Inmitten des Kursverfalls kauften Vorstandschef Sebastian Ebel und Aufsichtsratsmitglied Helmut Reiner Aktien im Wert von zusammen 46.340 Euro zu je 6,62 Euro über Tradegate. Das Signal ist eindeutig: Die Führungsebene hält die aktuelle Bewertung — KGV von 4,75, Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,14 — für übertrieben negativ.

Ob das reicht, um den Abwärtstrend zu stoppen, wird sich spätestens am 13. Mai zeigen: Dann legt TUI die Quartalszahlen vor. Entscheidend wird sein, wie stark die Buchungen für die Sommersaison trotz der aktuellen Verunsicherung gehalten haben.

TUI-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TUI-Analyse vom 16. März liefert die Antwort:

Die neusten TUI-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TUI-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

TUI: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...