Große Adressen wetten zum Jahreswechsel zunehmend gegen Puma. Die Aktie taucht inzwischen in den offiziellen Meldelisten signifikanter Leerverkaufspositionen auf – ein deutliches Signal dafür, dass professionelle Anleger weiter fallende Kurse erwarten. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die jüngste Erholung nur eine Zwischenstation in einem belasteten Abwärtstrend bleibt.

Leerverkäufer erhöhen den Druck

Zum Stichtag 31. Dezember 2025 wird Puma explizit in den EU-Meldelisten für Netto-Leerverkaufspositionen geführt. Solche Positionen müssen ab 0,5 % des ausgegebenen Aktienkapitals offengelegt werden. Hinter diesen Meldungen stehen in der Regel Hedgefonds und andere spekulative Investoren, die gezielt auf sinkende Kurse setzen.

Bemerkenswert ist, dass Puma dort neben bereits angeschlagenen Titeln wie Evotec oder Varta auftaucht. Das signalisiert: Ein Teil des Marktes rechnet nicht mit einer schnellen Bodenbildung, sondern sieht weiteres Abwärtspotenzial. Für bestehende Long-Positionen ist das ungünstig, weil der zusätzliche Verkaufsdruck der Short-Seller Erholungsphasen häufig ausbremst.

Gestern schloss die Aktie bei 22,30 Euro. Auf Wochensicht ergibt sich damit ein Rückgang von rund 13 %, während der Titel auf 30-Tage-Sicht noch im Plus liegt. Im Zwölfmonatsvergleich steht jedoch ein Verlust von knapp 50 % zu Buche – der langfristige Abwärtstrend dominiert damit klar.

Harte Zahlen, schwache Technik

Die Bilanz des Aktienjahres 2025 fällt entsprechend ernüchternd aus. Der Börsenwert hat sich in zwölf Monaten in etwa halbiert. Vom 52‑Wochen-Hoch bei 44,52 Euro, das Anfang Januar 2025 markiert wurde, ist der Kurs inzwischen fast 50 % entfernt. Gleichzeitig liegt die Notierung deutlich über dem 52‑Wochen-Tief von 15,48 Euro, was den starken Schwankungsbereich unterstreicht.

Charttechnisch bleibt die Lage angespannt:

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  • Schlusskurs: 22,30 Euro (gestern)
  • 50‑Tage-Durchschnitt: 19,38 Euro
  • 200‑Tage-Durchschnitt: 20,86 Euro
  • RSI (14 Tage): 73,2 (überkauft)
  • 30‑Tage-Volatilität (annualisiert): 88,18 %

Der Kurs verläuft aktuell über den wichtigsten gleitenden Durchschnitten, der RSI im überkauften Bereich zeigt jedoch eine kurzfristig überdehnte Aufwärtsbewegung an. In Kombination mit der hohen Volatilität und den gemeldeten Leerverkaufspositionen ergibt sich ein Umfeld, in dem abrupte Rückschläge jederzeit möglich bleiben.

Fundamental drückt vor allem die Verlustsituation. Für 2025 wird ein Ergebnis je Aktie (EPS) von -2,4735 Euro ausgewiesen. Ein negativer Gewinn pro Aktie über diesem Ausmaß belastet die Bewertung und liefert den Short-Sellern zusätzliche Argumente.

Finanzierung gesichert, Übernahmespekulationen laufen

Operativ hat das Management im Dezember 2025 reagiert und die Finanzierungslage gestärkt. Puma sicherte sich eine neue Kredit- bzw. Finanzierungslinie über 707,27 Millionen US‑Dollar. Hintergrund ist die anhaltende Verlustphase: Die frische Liquidität soll sicherstellen, dass das Unternehmen seine Verpflichtungen erfüllen und den laufenden Geschäftsbetrieb in einem schwierigen Umfeld stabil halten kann.

Parallel dazu kursieren Übernahmespekulationen. Ende Dezember brachten Analysten die Möglichkeit ins Spiel, Puma könne 2026 zum Ziel für Finanzinvestoren oder größere Branchengrößen werden. Die stark gefallene Marktbewertung macht ein solches Szenario zumindest theoretisch denkbar. Bisher handelt es sich jedoch um Marktgerüchte ohne konkrete Transaktionspläne.

Solche Spekulationen können den Kurs kurzfristig stützen, ersetzen aber keine belastbare operative Trendwende. Solange Gewinne fehlen und Leerverkäufer engagiert bleiben, dominiert die Unsicherheit.

Ausblick: Volatile Wochen bis Ende Februar

Zum Jahresauftakt 2026 steht Puma in einem Spannungsfeld aus:

  • deutlichem Kursverlust der vergangenen zwölf Monate,
  • gemeldeten Short-Positionen professioneller Investoren,
  • anhaltenden operativen Verlusten und
  • gesicherter, aber teuer erkaufter Finanzierung.

Die hohe Volatilität von über 80 % (annualisiert auf 30‑Tage-Basis) unterstreicht, wie nervös der Markt den Titel derzeit handelt. Kurzfristige Gegenbewegungen sind angesichts des überkauften RSI und möglicher Short-Eindeckungen jederzeit möglich, ändern aber nichts an der grundsätzlich fragilen Ausgangslage.

Ein wichtiger Orientierungspunkt rückt bereits näher: Am 26. Februar 2026 werden die nächsten Quartalszahlen erwartet. Erst dann lässt sich ablesen, ob die frische Finanzierung in eine operative Stabilisierung mündet oder ob der Druck von Short-Sellern und schwacher Ertragslage die Story weiter bestimmt.

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