Puma Aktie: Neuer Großaktionär
Die Eigentümerstruktur beim Sportartikelhersteller Puma ändert sich grundlegend. Der chinesische Marktführer Anta Sports übernimmt das fast 30-prozentige Aktienpaket der Gründerfamilie Pinault und zahlt dafür einen bemerkenswerten Aufschlag auf den aktuellen Börsenwert. Während CEO Arthur Hoeld den Einstieg als Bestätigung seiner Strategie wertet, reagiert die Aktie bereits mit deutlichen Aufschlägen.
Die Fakten auf einen Blick:
- Käufer: Anta Sports (China)
- Volumen: 29,06 Prozent der Anteile
- Kaufpreis: 35 Euro je Aktie (Gesamtvolumen: 1,5 Mrd. Euro)
- Status: Abschluss bis Ende 2026 erwartet
Premium-Preis sorgt für Fantasie
Der Deal hat es in sich: Anta Sports zahlt 35 Euro pro Anteilsschein an die Holding Artémis. Dieser Preis liegt signifikant über dem Schlusskurs vom Freitag, der bei 21,64 Euro notierte. Die Transaktion erfolgt in bar und soll bis Jahresende abgeschlossen sein. Anta betonte jedoch, die Schwelle von 30 Prozent nicht überschreiten zu wollen, um kein Pflichtübernahmeangebot nach deutschem Wertpapierrecht auszulösen.
Der Markt honorierte die Neuigkeiten zuletzt deutlich. Auf Wochensicht verzeichnet das Papier ein Plus von knapp 17 Prozent. Dieser schnelle Anstieg hat den RSI-Indikator mit einem Wert von 73,2 allerdings in den überkauften Bereich getrieben, was kurzfristig zur Vorsicht mahnt. Dennoch signalisiert der hohe Einstiegspreis der Chinesen, dass strategische Investoren den inneren Wert des Unternehmens deutlich höher einschätzen als die Börse.
Synergien und Sanierung
Der Einstieg fällt in eine kritische Phase. Puma befindet sich im sogenannten "Jahr des Resets". CEO Arthur Hoeld treibt derzeit Restrukturierungsmaßnahmen voran, die einen Stellenabbau und eine Straffung des Produktportfolios umfassen. Hoeld bezeichnete das Engagement von Anta als Vertrauensbeweis in diesen Kurs. Zur finanziellen Absicherung hatte sich der Konzern bereits im Dezember 2025 Kreditlinien und einen Brückenkredit über insgesamt mehr als 600 Millionen Euro gesichert.
Marktbeobachter sehen in der neuen Konstellation operative Vorteile. Anta dominiert den chinesischen Markt und besitzt durch die Übernahme von Amer Sports (Wilson, Salomon) im Jahr 2019 bereits umfassende globale Erfahrung. Da Puma wiederum stark in Europa und Lateinamerika positioniert ist, ergänzen sich die geografischen Schwerpunkte beider Konzerne nahezu ideal.
Blick auf die Zahlen
Die kurzfristige Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf die operative Entwicklung, da sich das Unternehmen seit dem 27. Januar in der "Quiet Period" befindet. Am 26. Februar 2026 wird Puma die Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2025 vorlegen. Dieser Termin wird zeigen, ob die eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen erste Früchte tragen und die Bewertungslücke zum Einstiegspreis von Anta gerechtfertigt ist.
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