Vielversprechende Tech-Vorgaben und Übernahmegerüchte im Bankensektor schienen den deutschen Leitindex am Vormittag noch zu beflügeln. Allerdings beendeten Berichte über neue Angriffe auf die iranische Gasindustrie am Mittwochnachmittag die Kauflaune abrupt. Die Angst vor einem blockierten Ölhandel treibt Anleger aus Risikoanlagen und rückt die anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank in ein völlig neues Licht.

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Der Handelstag startete dank starker Impulse von der Nvidia-Entwicklerkonferenz tief im grünen Bereich. Die Stimmung kippte rasch, als die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten eskalierten. Sorgen um eine mögliche Blockade der Straße von Hormus ließen den Preis für Brent-Rohöl zeitweise um mehr als fünf Prozent auf fast 110 US-Dollar hochschnellen. Diese Entwicklung schürt unmittelbar neue Inflationsängste. Marktbeobachter befürchten, dass die Fed ihre Inflationsprognosen für 2026 aufgrund des Energieschocks nach oben anpassen muss. Entsprechend gaben zinssensitive Werte deutlich nach, während der DAX den Tag mit einem Minus von 0,88 Prozent bei 23.521 Punkten beendete.

Übernahmefantasie und Tech-Allianzen

Auf Unternehmensebene bot sich ein extrem gemischtes Bild. Die Commerzbank profitierte deutlich von konkreten Äußerungen der UniCredit bezüglich eines möglichen Übernahmeangebots und verzeichnete in der Spitze ein Plus von 6,7 Prozent. Auch Infineon entzog sich dem Abwärtsdruck zeitweise. Eine neu verkündete Entwicklungspartnerschaft mit Nvidia im Bereich der humanoiden Robotik lieferte hier den positiven Newsflow. Völlig anders stellte sich die Lage bei HelloFresh dar. Der Kochboxenversender brach um knapp 15 Prozent ein und markierte ein neues Rekordtief unterhalb der 4-Euro-Marke.

Wichtige charttechnische Marke im Test

Technisch betrachtet bewegt sich der Index nun auf dünnem Eis. Mit dem aktuellen Rücksetzer testet der DAX die psychologisch wichtige Unterstützung bei 23.500 Punkten. Ein nachhaltiger Bruch dieses Niveaus öffnet den Weg für weitere Abgaben in Richtung der 23.200-Punkte-Marke. Sollte der Iran seine Drohungen bezüglich der Schifffahrtswege tatsächlich umsetzen und die Ölpreise weiter treiben, ist ein rascher Test dieser tieferen Unterstützungszone das wahrscheinlichste Szenario für den morgigen Handelstag.

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