Puma Aktie: Anta steigt ein
Ein neuer Großaktionär kann für Puma Rückenwind bringen – oder die Erwartungen noch höher schrauben. Der chinesische Sportartikelriese Anta Sports greift zu und sichert sich knapp 30% an den Herzogenaurachern. Doch was heißt das konkret für den laufenden Umbau bei Puma?
Deal im Überblick
Anta Sports hat am 27. Januar den Erwerb von 29,06% an Puma bekannt gegeben. Verkäufer ist das Investmentvehikel Groupe Artémis der Pinault-Familie. Der Einstieg ist strategisch wichtig: Anta würde nach Abschluss zum größten Einzelaktionär werden und will auch Einfluss im Aufsichtsrat.
Die wichtigsten Fakten:
- Käufer: Anta Sports Products Limited (Hongkong)
- Verkäufer: Groupe Artémis (Pinault-Familie)
- Anteil: 29,06%
- Kaufpreis: 1,5 Mrd. Euro in bar (35 Euro je Aktie)
- Übernahme: Anta strebt derzeit keine vollständige Übernahme an
- Zeitplan: Abschluss bis Ende 2026 (u.a. kartellrechtliche Prüfung, Zustimmung der Anta-Aktionäre)
An der Börse zeigte sich zuletzt aber: Ein Deal allein löst nicht automatisch alle operativen Baustellen. Heute notiert die Aktie bei 21,85 Euro (-0,86%). Auf 12 Monate steht ein Minus von -29,88%.
Warum Anta ausgerechnet Puma will
Anta treibt mit dem Einstieg seine Multi-Marken-Strategie weiter voran. Im Portfolio stehen bereits Marken wie Fila, Jack Wolfskin oder Kolon Sport; zudem ist Anta größter Anteilseigner von Amer Sports (u.a. Salomon, Arc’teryx, Wilson).
Ein zentraler Hebel: China. Laut Anta macht Puma dort bislang nur 7% des weltweiten Umsatzes. Gleichzeitig gilt der Markt für westliche Sportartikelmarken als schwer zu knacken. Anta setzt darauf, seine lokale Erfahrung einzubringen und Wachstum zu beschleunigen.
Puma im Umbau – und der Markt bleibt anspruchsvoll
Der Einstieg kommt in einer Phase, in der Puma an mehreren Stellschrauben dreht. Im Oktober 2025 kündigte das Unternehmen den Abbau von 900 Stellen an – zusätzlich zu 500 bereits zuvor gestrichenen Jobs. Hintergrund sind rückläufige Umsätze und verlorene Marktanteile, unter anderem an Nike und Adidas sowie an jüngere Herausforderer wie On Running und Hoka.
Die Turnaround-Strategie zielt laut Quelltext auf:
- weniger Rabattaktionen,
- verbessertes Marketing,
- ein gestrafftes Produktsortiment.
Der Kursverlauf spiegelt dieses Spannungsfeld: Nach der Deal-Meldung zog die Aktie am 27. Januar zunächst deutlich an, gab später aber wieder einen Teil der Gewinne ab.
Zum nächsten Belastungstest wird der 26. Februar 2026: Dann legt Puma das Jahresergebnis 2025 vor – und vor allem den Ausblick, der zeigen soll, wie stark die Restrukturierung operativ greift.
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