Boeing Aktie: Klage zugelassen
Ein Bundesgericht in Illinois hat gestern eine Sammelklage von Boeing-Aktionären zugelassen — und damit ein juristisches Kapitel wieder geöffnet, das der Konzern längst hinter sich glaubte. Gleichzeitig melden die Rüstungssparte frische Milliardenaufträge. Boeing kämpft an zwei Fronten.
Die Klage und ihre Hintergründe
Die Klage bezieht sich auf den Zeitraum zwischen November 2018 und Oktober 2019 — die Phase unmittelbar nach den tödlichen Abstürzen der Lion-Air- und Ethiopian-Airlines-Maschinen. Kläger werfen Boeing und ehemaligen Führungskräften vor, Sicherheitsprobleme beim 737 MAX systematisch verschleiert zu haben, um die Marktposition zu wahren.
Das Gericht ließ die Klage trotz bereits abgeschlossener Vergleiche mit dem Justizministerium und der SEC zu. Für Boeing bedeutet das eine neue Runde juristischer Auseinandersetzungen — mit ungewissem Ausgang und potenziellem Reputationsschaden.
Rüstung stabilisiert die Bilanz
Auf der anderen Seite liefert die Verteidigungs- und Raumfahrtsparte Rückenwind. Boeing bestätigte kürzlich Aufträge im Gesamtvolumen von über 2,83 Milliarden US-Dollar: ein Navy-Vertrag über 489 Millionen Dollar für Flugzeug-Upgrades sowie ein Air-Force-Auftrag über 2,34 Milliarden Dollar für E-7A-Prototyp-Modifikationen.
Diese Aufträge kommen zu einem günstigen Zeitpunkt. Die Integration von Spirit AeroSystems belastet derzeit die Margen im Zivilflugzeuggeschäft — die Rüstungseinnahmen wirken als Puffer.
Produktion unter Druck
Im zivilen Bereich peilt Boeing eine Fertigungsrate von 47 Maschinen pro Monat für das 737-Programm bis Mitte 2026 an, bei einem Jahresziel von rund 500 Auslieferungen. Zusätzlich soll noch in diesem Sommer eine vierte Montagelinie in Everett in Betrieb gehen.
Die Zertifizierung des 737 MAX 10 läuft noch. Nachrüstarbeiten an bereits in Produktion befindlichen Maschinen verlangsamen den Prozess — Boeing hält sie jedoch für unerlässlich. Profitabilität im Zivilbereich erwartet das Unternehmen frühestens 2027. Die Aktie notiert aktuell rund 13 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt, was den anhaltenden Druck auf den Titel widerspiegelt.
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