Klöckner & Co Aktie: Rekord trifft Deadline
Wenige Tage vor dem Ablauf der Annahmefrist für das Worthington-Steel-Übernahmeangebot am 26. März 2026 legt Klöckner & Co starke Jahreszahlen vor — und zeigt, dass die operative Transformation längst Früchte trägt.
Nordamerika zieht das Geschäft
Das Herzstück der Erholung liegt im Americas-Segment. Während das Europa-Geschäft unter Wechselkursgegenwind und Handelsunsicherheiten litt, kompensierte die US-Expansion diese Belastungen vollständig. Die Liefermenge stieg 2025 auf 4,53 Millionen Tonnen — gegenüber 4,45 Millionen Tonnen im Vorjahr. Das EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten kletterte deutlich auf 171 Millionen Euro, nach 136 Millionen Euro im Vorjahr.
Gleichzeitig schuf Klöckner Kapital für weiteres Wachstum: Acht einfache US-Distributionsstandorte und das Brasilien-Geschäft wurden veräußert. Die Erlöse fließen direkt in drei Großprojekte in Nordamerika — ein neues Aluminium-Flachwalzwerk in Columbus, Mississippi (Inbetriebnahme Q2 2027), einen Schwerfabrikationsbetrieb in Paton, Iowa, sowie eine Laserblanklinie für Aluminium in Querétaro, Mexiko, die bereits im Q2 2026 anlaufen soll.
Weg vom Spotmarkt, hin zu Vertragsgeschäft
Rund 44 Prozent des Umsatzes entfielen 2025 bereits auf sogenannte Higher Value-Added Products — verarbeitungsintensive Leistungen mit höheren Margen und stabileren Abnahmestrukturen. CEO Guido Kerkhoff zufolge erwirtschaftet dieser Bereich den Großteil des EBITDA. Das verschlankte Portfolio schützt das Unternehmen zunehmend vor Rohstahlpreisschwankungen, wobei das günstige Preisumfeld für das Vertragsgeschäft laut Management bis ins dritte Quartal 2026 anhalten dürfte.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Klöckner trotz der Portfoliobereinigungen stabile Liefermengen und einen erheblichen EBITDA-Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Das erste Quartal soll ein EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten zwischen 20 und 60 Millionen Euro liefern — eine breite Spanne, die die verbleibende Unsicherheit durch Handelspolitik und geopolitische Entwicklungen widerspiegelt.
Die Annahmefrist als Wendepunkt
Worthington Steel hält bereits rund 59 Prozent des Klöckner-Grundkapitals — zu einem Angebotspreis von 11,00 Euro je Aktie, der einem Aufschlag von 98 Prozent auf den Drei-Monats-Durchschnittskurs vom 5. Dezember 2025 entspricht. Am 26. März läuft die Annahmefrist ab. Nach Vollzug soll Klöckner seinen Düsseldorfer Hauptsitz behalten, eigenständig unter dem bestehenden Vorstand weiteroperieren und ohne Entlassungen oder Standortschließungen fortgeführt werden. Das kombinierte Unternehmen würde laut Branchenbeobachtern zum zweitgrößten Stahlservicecenter in Nordamerika aufsteigen — auf einer operativen Basis, die Klöckner in den vergangenen Jahren konsequent aufgebaut hat.
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