Porsche AG Aktie: Vorsichtige Schritte
Nach einem schwierigen Jahr 2025 und einem Kursrückgang von über 30 Prozent in zwölf Monaten setzt Porsche personelle Akzente. Der Stuttgarter Sportwagenbauer vollzieht einen signifikanten Wechsel an der Spitze des Designs, der das Gesicht der Marke für das kommende Jahrzehnt prägen soll. Ist das der nötige frische Wind, um nach den enttäuschenden Absatzzahlen wieder in die Erfolgsspur zu finden?
Die Fakten auf einen Blick:
* Personalie: Tobias Sühlmann (46) löst Michael Mauer (63) als Designchef ab.
* Zeitpunkt: Der Wechsel erfolgt zum 1. Februar 2026.
* Marktlage: Auslieferungen sanken 2025 um 10 Prozent auf 279.449 Fahrzeuge.
* Sorgenkind: Der Absatz in China brach um 26 Prozent ein.
Neuer Kopf für neue Zeiten
Ab dem 1. Februar 2026 übernimmt Tobias Sühlmann die Leitung der Design-Abteilung. Der 46-Jährige kommt vom britischen Konkurrenten McLaren, wo er zuletzt als Chief Design Officer tätig war. Seine Vita umfasst Stationen bei Bentley, Aston Martin und Bugatti, womit er tief im Luxus- und Supersportwagensegment verwurzelt ist.
Er tritt in große Fußstapfen: Michael Mauer prägte über zwei Jahrzehnte das Erscheinungsbild von Porsche, darunter Ikonen wie den 918 Spyder und diverse Generationen des 911. Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Leiters ordnet den Wechsel als Teil einer strategischen Neuausrichtung ein. Mauer selbst sieht den Zeitpunkt gekommen, neue Perspektiven zuzulassen, wird den Übergang jedoch begleitend unterstützen.
Schwache Zahlen belasten den Kurs
Der Führungswechsel erfolgt in einem angespannten Umfeld. Die am 16. Januar veröffentlichten Absatzzahlen für 2025 zeigten deutliche Bremsspuren. Insgesamt lieferte Porsche 10 Prozent weniger Fahrzeuge aus als im Vorjahr. Besonders der chinesische Markt bereitet Sorgen: Hier brachen die Verkäufe um massive 26 Prozent ein. Auch im Heimatmarkt Deutschland und im restlichen Europa waren Rückgänge zu verzeichnen.
Diese operative Schwäche spiegelt sich deutlich im Aktienkurs wider. Das Papier notiert aktuell bei 41,52 Euro und damit in direkter Nähe zum 52-Wochen-Tief von 39,81 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten haben Anleger einen Wertverlust von rund 33 Prozent hinnehmen müssen. Der Markt preist hier die Unsicherheiten bezüglich der Nachfrage in Fernost und die Kosten der Elektrifizierung ein.
Lichtblick Elektrifizierung
Trotz der allgemeinen Absatzschwäche gibt es positive Signale im Produktmix. Der Macan verteidigte seine Position als stärkste Modellreihe, wobei über die Hälfte der Auslieferungen bereits auf die vollelektrische Version entfiel. In Europa wurden erstmals mehr elektrifizierte Fahrzeuge als reine Verbrenner ausgeliefert. Gleichzeitig bewies der Klassiker 911 mit einem neuen Auslieferungsrekord seine ungebrochene Anziehungskraft.
Realismus für 2026
Für das laufende Jahr hat Vertriebsvorstand Matthias Becker eine "realistische Volumenplanung" angekündigt. Diese berücksichtigt den Produktionsauslauf der Verbrenner-Varianten von 718 und Macan. Investoren richten ihren Blick nun auf den 11. März 2026. Dann wird Porsche den vollständigen Geschäftsbericht für 2025 vorlegen und detaillierten Aufschluss darüber geben, wie die strategische Neuausrichtung und der Generationswechsel im Design die finanziellen Ziele mittelfristig stützen sollen.
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