Mit dem Abschluss der MTL-Cannabis-Übernahme am 16. März hat Canopy Growth die Weichen für einen entscheidenden Schritt gestellt. Das Unternehmen baut seine Führungsposition im kanadischen Medizinalcannabis-Markt aus — und hat gleichzeitig ein jahrelanges Sorgenkind hinter sich gelassen: die Zweifel an der Fortführungsfähigkeit des Geschäfts.

Was MTL zum Konzern beisteuert

Die Zahlen sprechen für sich. MTL Cannabis erzielte im Zwölfmonatszeitraum bis September 2025 einen Nettoumsatz von 84 Millionen kanadischen Dollar bei einer Bruttomarge von 51 Prozent — und war dabei profitabel. Der operative Cashflow lag bei 11 Millionen Dollar.

Canopy Growth rechnet mit jährlichen Synergien von rund 10 Millionen Dollar, die innerhalb von 18 Monaten nach Abschluss realisiert werden sollen. Als Gegenleistung erhielten MTL-Aktionäre 0,32 Canopy-Aktien sowie 14,4 Cent in bar je Anteil. Insgesamt gab Canopy rund 41,2 Millionen neue Aktien aus und zahlte etwa 18,5 Millionen Dollar in bar. Die Zustimmung der MTL-Aktionäre war mit 99,97 Prozent nahezu einhellig.

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Stabilisierung auf breiter Front

Die Übernahme fällt in eine Phase, in der sich die Finanzlage des Unternehmens spürbar verbessert hat. Nach einer umfangreichen Schuldenrestrukturierung im Januar 2026 — alle ausstehenden Verbindlichkeiten wurden bis mindestens Januar 2031 verlängert — verfügt Canopy über liquide Mittel von 371 Millionen kanadischen Dollar und eine Nettoliquidität von 146 Millionen Dollar.

Das operative Geschäft in Kanada zeigt ebenfalls Fortschritte. Der Erwachsenenmarkt wuchs im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 um 8 Prozent auf 23 Millionen Dollar, der medizinische Bereich legte um 15 Prozent auf ebenfalls 23 Millionen Dollar zu. Die bereinigten Verwaltungskosten sanken um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr, seit März 2025 wurden annualisierte Einsparungen von 29 Millionen Dollar erzielt.

Ein Gegengewicht bildet das internationale Geschäft: Die Auslandserlöse brachen um 31 Prozent ein, hauptsächlich wegen Lieferkettenprobleme in Europa. Das Unternehmen arbeitet an einer Stabilisierung und erwartet Verbesserungen noch vor dem Ende des Geschäftsjahres am 31. März 2026.

Blick auf das Ziel

Der Nettoverlust im dritten Quartal FY2026 schrumpfte um 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte EBITDA-Verlust verbesserte sich um 17 Prozent auf 3 Millionen Dollar — das dritte Quartal in Folge mit einer solchen Entwicklung. Das Management peilt ein positives bereinigtes EBITDA für das Geschäftsjahr 2027 an. Mit der MTL-Integration und der gesicherten Führungsposition im kanadischen Medizinalmarkt ist diese Zielmarke zumindest greifbarer geworden — sofern die Lieferkettenprobleme in Europa nicht erneut bremsen.

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