Alibaba Aktie: Gewinne unter Druck
Am Donnerstag öffnet Alibaba die Bücher für das abgelaufene Quartal. Während das Cloud-Geschäft durch den Boom bei Künstlicher Intelligenz rasant wächst, fressen die massiven Investitionen in neue Infrastruktur die Gewinne auf. Genau diese Diskrepanz zwischen Umsatzwachstum und schrumpfenden Margen rückt nun in den Fokus der Anleger.
Analysten rechnen für das dritte Fiskalquartal mit einem Umsatzanstieg von acht Prozent auf rund 41,59 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig dürfte der Gewinn pro Aktie im Jahresvergleich deutlich von 3,10 auf 1,62 Dollar sinken. Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Kursverlauf wider. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von gut 11 Prozent und notiert aktuell bei 117,80 Euro. Verantwortlich für den Margendruck sind vor allem die aggressiven Ausgaben für KI-Technologien und den Bereich Quick Commerce.
Fokus auf Künstliche Intelligenz
Um die hohen Kosten zu kompensieren, dreht das Management an der Preisschraube. Am heutigen Mittwoch kündigte der Konzern an, die Tarife für KI-Rechenleistung und Speicherprodukte um bis zu 34 Prozent anzuheben. Die Nachfrage gibt diesen Schritt her: Im vergangenen Quartal wuchs das Cloud-Segment um 34 Prozent, wobei die KI-bezogenen Umsätze sogar dreistellige Zuwachsraten verzeichneten.
Um die verschiedenen Initiativen besser zu bündeln, hat CEO Eddie Wu die KI-Aktivitäten in der neuen Einheit "Alibaba Token Hub" zusammengefasst. Allerdings sorgt eine wichtige Personalie für Unruhe. Lin Junyang, der bisherige Leiter der KI-Modellsparte Qwen, verlässt das Unternehmen. Marktbeobachter werten diesen Abgang als potenziellen Rückschlag für die technologische Entwicklung des Konzerns.
Analysten uneins
Die massiven Umbaukosten spalten die Expertenwelt. Morgan Stanley bewertet die Aktie weiterhin mit "Overweight" und sieht das Unternehmen durch die Kontrolle über eigene Chips und Cloud-Infrastruktur im Vorteil. Die Erste Group stufte den Titel hingegen von "Buy" auf "Hold" ab. Analyst Hans Engel begründet diesen Schritt mit der schwächeren Profitabilität und warnt davor, dass die hohen Infrastrukturausgaben eine schnelle Erholung der Gewinne verhindern.
Am morgigen Donnerstag präsentiert das Management die Zahlen für das abgelaufene Quartal. Neben den reinen Ertragsdaten rückt dabei der Ausblick auf die kommenden Monate in den Fokus. Alibaba hat bereits angekündigt, in den nächsten drei Jahren über 50 Milliarden Dollar in seine KI-Infrastruktur zu investieren. Optionshändler rechnen nach der Veröffentlichung der Ergebnisse mit einer deutlichen Marktreaktion und preisen eine Kursbewegung von rund sechs Prozent in beide Richtungen ein.
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