Porsche AG Aktie: Noch schlimmer?
Keine Schonzeit für Altgediente: Nur wenige Wochen nach seinem Amtsantritt setzt der neue Porsche-CEO Michael Leiters erste drastische Zeichen. Der langjährige Designchef Michael Mauer muss seinen Posten räumen – ein Schritt, der die neue Härte in der Stuttgarter Führungsetage unterstreicht. Doch kann dieser radikale Umbau den Aktienkurs stabilisieren, der gefährlich nah am 52-Wochen-Tief notiert?
- Personalbeben: Designchef Michael Mauer muss nach 22 Jahren gehen, Tobias Sühlmann übernimmt.
- Kursentwicklung: Die Aktie verlor seit Jahresanfang 13,04 Prozent an Wert.
- Strategie: CEO Leiters strafft die Strukturen ähnlich der Ära Wiedeking.
Das Ende einer Ära
Der Wechsel an der kreativen Spitze des Sportwagenbauers kommt für viele Beobachter abrupt. Michael Mauer prägte über zwei Jahrzehnte das Gesicht der Marke. Sein Nachfolger Tobias Sühlmann, der Erfahrungen von McLaren und Bentley mitbringt, steht nun für den neuen Kurs von Michael Leiters. Marktbeobachter sehen in dieser Entscheidung Parallelen zur Ära des ehemaligen Porsche-Chefs Wendelin Wiedeking, dessen Assistent Leiters einst war.
Die Personalrochade beschränkt sich nicht nur auf das Design. Auch in den wichtigen Vertriebsregionen Lateinamerika und Asien-Pazifik wurden neue Geschäftsführer installiert. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Strukturen zu straffen und die Performance der Konzerntochter unabhängiger von den Problemen des VW-Mutterkonzerns zu machen, der aktuell mit Zoll-Thematiken und technologischen Lücken kämpft.
Charttechnik sendet Warnsignale
Der interne Umbau erfolgt in einer kritischen Marktphase. Mit einem Schlusskurs von 41,13 Euro am Freitag notiert das Papier nur noch rund 3,3 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 39,81 Euro. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt mittlerweile fast 7 Prozent, was den übergeordneten Abwärtstrend technisch bestätigt.
Fundamental spiegelt der Kursrutsch die gesunkenen Erwartungen wider. Laut MarketScreener wurden die Gewinnschätzungen für 2026 deutlich nach unten korrigiert, wobei Prognosen einen Rückgang des Gewinns je Aktie um rund 24,7 Prozent andeuten. Die Analystenmeinungen gehen dabei weit auseinander: Während die Deutsche Bank weiterhin zum Kauf rät, votiert Barclays für "Sell".
Operativer Druck im US-Geschäft
Dass der Absatz aktuell gestützt werden muss, zeigen aggressive Vertriebsmaßnahmen im wichtigen US-Markt. Dort läuft derzeit ein Leasing-Incentive für das Cayenne-Basis-Modell, um die Verkaufszahlen stabil zu halten. Analysten werten solche Rabattaktionen bei einem Luxus-Hersteller oft als Indiz für eine nachlassende organische Nachfrage.
Ob der personelle Neuanfang die Wende bringt, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen müssen. Kurzfristig blicken Anleger auf das Auslaufen der US-Incentives am 2. Februar. Sollte die Unterstützung im Bereich von 40 Euro nicht halten, droht aus charttechnischer Sicht ein Test neuer Tiefststände.
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