Mit dem neuen i3 zieht BMW eine klare Linie — und verabschiedet gleichzeitig ein Kapitel. Die Präsentation des elektrischen Mittelklasse-Sedans markierte nicht nur den Auftakt einer neuen Modellgeneration, sondern auch den letzten großen öffentlichen Auftritt von Vorstandschef Oliver Zipse auf deutschem Boden.

Vor Tausenden Mitarbeitern im Münchner BMW-Park fuhr Zipse symbolisch in einem historischen 3er-Baujahr 1998 vor. Bei der Hauptversammlung im Mai scheidet er regulär aus dem Amt — ein Generationenwechsel auf der Führungsebene, der zur strategischen Neuausrichtung des Konzerns passt.

Der i4 läuft aus — der i3 übernimmt

Der neue i3 ist das elektrische Pendant zur klassischen 3er-Reihe und bildet nach dem iX3 das zweite Modell der sogenannten „Neuen Klasse". Mit seiner Einführung endet die Ära des i4: BMW bestätigte, dass das Modell nach dem Modelljahr 2026 ausläuft. Die Rolle im volumenstarken Kernsegment übernimmt künftig der i3, dessen Verkaufsstart noch für Ende dieses Jahres geplant ist.

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Für das finale Produktionsjahr erhält der i4 nochmals eine Leistungssteigerung und eine geänderte Modellbezeichnung. Ein Nachfolger mit großer Heckklappe soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen. BMW bereinigt damit sein Elektro-Portfolio — weniger Überschneidungen, klarere Positionierung.

Neue Technik, neues Werk

Optisch setzt der i3 auf eine flache Stufenheck-Silhouette, beleuchtete LED-Nieren anstelle des klassischen Kühlergrills und aufgeräumte Touchscreen-Oberflächen im Cockpit. Gefertigt wird das Fahrzeug im Stammwerk im Münchner Norden. Zuvor absolvierten die Ingenieure abschließende Kältetests am Polarkreis, um die neuen Steuerungssysteme zu erproben.

Parallel modernisiert BMW seine Produktionsprozesse: Im Werk Leipzig montieren humanoide Roboter erstmals in Deutschland Batteriemodule für Elektrofahrzeuge. Der iX3 verzeichnete bereits Zehntausende Verkäufe kurz nach Markteinführung — ein früher Beleg dafür, dass die „Neue Klasse"-Strategie am Markt ankommt.

An der Börse spiegelt sich die Aufbruchstimmung bislang kaum wider. Die BMW-Aktie liegt seit Jahresbeginn rund 18 Prozent im Minus und notiert deutlich unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts. Ob die neue Modelloffensive den Kurs wieder in Richtung der Hochs vom Dezember trägt, wird sich mit den ersten Verkaufszahlen des i3 zeigen — die noch in diesem Jahr erwartet werden.

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