Plug Power Aktie: Lage spitzt sich zu
Plug Power steht vor einer Woche der Wahrheit. Während Anleger gespannt auf die Jahreszahlen warten, ziehen am juristischen Horizont dunkle Wolken auf. Sammelklagen und eine massive Ausweitung des genehmigten Aktienkapitals sorgen für erhebliche Unruhe. Statt reiner Wasserstoff-Fantasie fordert der Markt nun Beweise für die Wirksamkeit des Sparprogramms, um den jüngsten Abwärtstrend zu stoppen.
Zahlenvorlage als Bewährungsprobe
Am kommenden Montag, den 2. März 2026, wird das Unternehmen seine Bücher für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 öffnen. Im Fokus steht dabei vor allem das Restrukturierungsprogramm „Project Quantum Leap“. Das Management hat Einsparungen von 150 bis 200 Millionen US-Dollar jährlich in Aussicht gestellt, die durch eine Vereinfachung der Abläufe und die Konzentration auf Kernmärkte wie Elektrolyseure erreicht werden sollen.
Diese Effizienzsteigerungen sind dringend nötig. Seit dem Börsengang 1999 hat der Wasserstoff-Spezialist noch keinen operativen Jahresgewinn erzielt. Analysten und Investoren werden genau prüfen, ob die angekündigten Maßnahmen erste Früchte tragen oder ob die Verluste weiterhin die Liquidität aufzehren.
Sorge vor massiver Verwässerung
Für zusätzliche Nervosität sorgt eine kürzlich genehmigte Satzungsänderung: Die Anzahl der genehmigten Stammaktien wurde von 1,5 auf 3,0 Milliarden verdoppelt. Dieser Schritt nährt Ängste vor einer weiteren Kapitalverwässerung der Bestandsaktionäre. Bereits in den vergangenen fünf Jahren stieg die Aktienanzahl von rund 566 Millionen auf 1,39 Milliarden massiv an.
Ein im September 2025 gestartetes Programm zum Aktienverkauf soll zudem bis zu einer Milliarde Dollar in die Kassen spülen, um den laufenden Betrieb zu finanzieren. Diese fortlaufende Ausgabe neuer Papiere drückt auf den Kurs, der auf 30-Tages-Sicht bereits rund 20 Prozent nachgegeben hat und aktuell bei 1,61 Euro notiert.
Juristisches Nachspiel
Zusätzlich belasten mehrere Sammelklagen die Stimmung. Kanzleien werfen dem Management irreführende Aussagen bezüglich einer Kreditgarantie des Energieministeriums (DOE) vor. Der Vorwurf lautet, Plug Power habe suggeriert, die Mittel seien greifbar, bevor im November 2025 überraschend eine strategische Kehrtwende verkündet wurde. Statt auf den DOE-Kredit setzt das Unternehmen nun auf Partnerschaften mit Rechenzentren zur Monetarisierung von Stromrechten – ein Schwenk, der viele Investoren kalt erwischte und nun juristische Konsequenzen nach sich zieht.
Der 2. März markiert den nächsten entscheidenden Termin für die Aktie. Die anstehenden Zahlen müssen belegen, ob die Kostensenkungen greifen und der hohe Kapitalverbrauch gebremst werden kann. Gleichzeitig läuft am 3. April die Frist für den Hauptkläger in den Sammelverfahren ab, was die juristische Unsicherheit in den kommenden Wochen hochhalten dürfte.
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