BYD Aktie: Offensive gegen Absatzschwund
BYD erlebt derzeit eine Woche der Extreme. Während der chinesische Marktführer in Europa triumphale Zuwächse feiert, zwingt die anhaltend schwache Inlandsnachfrage zu drastischen Maßnahmen. Mit neuen, aggressiven Finanzierungsangeboten versucht der Konzern nun, den negativen Trend im Heimatmarkt zu brechen. Doch reicht der Boom im Ausland, um die Verluste in China aufzufangen?
Kampf um Marktanteile in China
Um die heimische Nachfrage anzukurbeln, startete die Vertriebssparte der BYD-"Ocean"-Reihe am 25. Februar eine umfassende Werbeoffensive. Kunden erhalten laut Medienberichten Zugang zu einer Null-Prozent-Finanzierung über drei Jahre oder zinsgünstigen Krediten mit bis zu sieben Jahren Laufzeit. Das Angebot umfasst keine Anzahlung und richtet sich an Käufer beliebter Modelle wie Seagull, Dolphin und Seal. Die Aktion läuft vorerst bis zum 31. März 2026.
Dieser Schritt ist keine Einzelaktion, sondern Reaktion auf einen harten Wettbewerb. Seit Tesla im Januar 2026 ähnliche Langzeitfinanzierungen in China einführte, zogen über ein Dutzend Hersteller nach, darunter Nio und Xiaomi. Da chinesische Regulierungsbehörden direkte Preissenkungen kritisch sehen, verlagert sich der Preiskampf zunehmend auf die Finanzierungskonditionen.
Der Druck ist real: Der gesamte chinesische PKW-Markt verzeichnete im Januar 2026 einen Rückgang von rund 13,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. BYD traf es noch härter: Der weltweite Absatz sank im Januar um 30,1 Prozent auf 210.051 Fahrzeuge – der fünfte Monat mit rückläufigen Zahlen in Folge.
Europa als Wachstumsmotor
Ein völlig anderes Bild zeigt sich im Europageschäft. Hier explodieren die Zahlen förmlich. Die Neuzulassungen von BYD-Modellen sprangen im Januar 2026 auf 18.242 Einheiten, was einem Zuwachs von rund 165 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Damit überholte der chinesische Konzern sogar Tesla, dessen Zulassungen in Europa um 17 Prozent auf 8.075 Fahrzeuge fielen.
Auch die etablierte europäische Konkurrenz gerät unter Druck. Während BYD Marktanteile gewinnt, meldeten Volkswagen (-3,8 %), BMW (-5,7 %) und Renault (-15 %) rückläufige Verkaufszahlen. Um dieses Momentum zu nutzen, begann BYD am 24. Februar in China mit der Installation neuer Megawatt-Ladesysteme (bis zu 2.100 kW). Diese Technologie soll laut Plänen der Deutschen Bank bis Ende 2026 auch an rund 3.000 Standorten in Europa ausgerollt werden und als weiterer Katalysator für den Absatz dienen.
Spagat zwischen Krise und Boom
Die Strategie des Managements ist klar erkennbar: Margenschonende Finanzierungsinstrumente sollen den Absatz in China stabilisieren, während die globale Expansion das Wachstum sichert. Ob dieser Plan aufgeht, wird sich am 23. März 2026 zeigen. Dann veröffentlicht das Unternehmen seine nächsten Quartalszahlen und muss beweisen, dass die internationale Stärke die heimische Schwäche in der Bilanz kompensieren kann.
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