Plug Power Aktie: Entscheidungswoche
Anfang März steht für Plug Power eine richtungsweisende Woche an. Am 2. März legt der Wasserstoff-Spezialist die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor – in einer Phase, in die hohe Erwartungen gesetzt werden. Denn seit dem Börsengang 1999 hat das Unternehmen noch nie ein profitables Geschäftsjahr abgeliefert. Nun soll das Sparprogramm „Project Quantum Leap" den Turnaround bringen.
Verdopplung der genehmigten Aktien
Die Zahlenvorlage fällt zeitlich zusammen mit einer bedeutenden Kapitalmaßnahme. Anfang Februar stimmten die Aktionäre einer Verdopplung der genehmigten Stammaktien von 1,5 auf 3,0 Milliarden zu. Die Satzungsänderung wurde am 12. Februar in Delaware wirksam. Die Abstimmung war umstritten: Die ursprünglich für Ende Januar angesetzte Hauptversammlung musste mehrfach verschoben werden, bevor die Zustimmung erreicht wurde.
Die Maßnahme verschärft die Sorgen vor weiterer Verwässerung. In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der ausgegebenen Aktien bereits von rund 566 Millionen auf 1,39 Milliarden gestiegen. Im September 2025 startete Plug Power zudem ein Verkaufsprogramm, um über den Markt Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde Dollar zur Finanzierung des Geschäfts zu platzieren.
Kostensenkung als Hoffnungsträger
Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht das 2025 gestartete Sparprogramm Project Quantum Leap. Das Management verspricht jährliche Einsparungen zwischen 150 und 200 Millionen Dollar durch Verschlankung der Abläufe und stärkere Fokussierung auf lukrative Bereiche wie Elektrolyseure, Gabelstapler und Wasserstoffanlagen.
Analysten erwarten für das vierte Quartal einen Umsatzanstieg von 15,3 Prozent auf rund 220,7 Millionen Dollar. Beim Ergebnis wird weiterhin ein Verlust von 0,10 Dollar je Aktie prognostiziert. Entscheidend wird sein, ob sich in den Margen erste Verbesserungen durch die Effizienzmaßnahmen zeigen.
Bilanz und rechtliche Risiken
Im November 2025 platzierte Plug Power Wandelanleihen im Volumen von 431 Millionen Dollar und nahm netto 399 Millionen Dollar ein. Mit den Mitteln wurden teure erstrangige Verbindlichkeiten abgelöst, was die Zinsbelastung senken und langfristige Finanzierungssicherheit schaffen soll.
Parallel dazu belasten Sammelklagen das Unternehmen. Anfang Februar wurden Klagen eingereicht, die irreführende Angaben zu einem Kreditgarantie-Programm des US-Energieministeriums und damit verbundenen Wasserstoffprojekten vorwerfen.
Was am 2. März zählt
Investoren werden genau beobachten, ob Project Quantum Leap erste messbare Margenerfolge zeigt und wie sich die Liquiditätslage nach der Anleihe-Emission entwickelt hat. Zudem dürfte der neue CEO José Luis Crespo Aussagen zur Pipeline treffen – das Unternehmen spricht von einem Auftragsvolumen von acht Milliarden Dollar bei Elektrolyseuren. Ob daraus Umsätze werden, wird sich zeigen müssen. Mit der erweiterten Aktienermächtigung im Rücken werden auch Signale zu künftigem Kapitalbedarf aufmerksam verfolgt.
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