Workday Aktie: KI-Wandel belastet
Workday hat zwar die Erwartungen für das abgelaufene Quartal übertroffen, doch an der Börse herrscht Skepsis. Ein vorsichtiger Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr nährt die Sorge, dass künstliche Intelligenz das bisherige Geschäftsmodell des Software-Spezialisten grundlegend verändern könnte. Wie nachhaltig ist das Wachstum auf Basis klassischer Nutzerlizenzen in Zeiten von „Agentic AI“ noch?
Ausblick enttäuscht die Märkte
Die Zahlen für das vierte Quartal fielen zunächst solide aus: Mit einem Umsatz von 2,53 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie (Non-GAAP) von 2,47 US-Dollar lieferte das Unternehmen bessere Ergebnisse ab als von Analysten prognostiziert. Besonders das Wachstum bei den Abonnement-Einnahmen um knapp 16 Prozent unterstrich die bisherige operative Stärke. Doch der Blick in die Zukunft trübt das Bild massiv.
Für das Geschäftsjahr 2027 prognostiziert das Management lediglich ein Wachstum der Abo-Erlöse zwischen 12 und 13 Prozent. Diese deutliche Verlangsamung gegenüber den Vorperioden blieb hinter den Erwartungen des Marktes zurück und löste einen heftigen Abverkauf aus.
Strukturwandel durch Agentic AI
Hinter dieser vorsichtigen Prognose steckt eine fundamentale Unsicherheit. Die aufkommende „Agentic AI“ – KI-Systeme, die autonom komplexe Aufgaben übernehmen – stellt das traditionelle Abrechnungsmodell pro Nutzerzugang infrage. Wenn Unternehmen durch den Einsatz intelligenter Agenten weniger menschliche Mitarbeiter für Softwareprozesse benötigen, sinken potenziell die Einnahmen aus klassischen Lizenzen.
Zusätzlich erschweren Verzögerungen bei Vertragsabschlüssen im öffentlichen Dienst und im Gesundheitssektor die kurzfristige Planung. Marktbeobachter werten dies als Zeichen für eine zunehmende Zurückhaltung der Kunden in einem sich wandelnden technologischen Umfeld.
Analysten reagieren mit Herabstufungen
Die Reaktion der Investmentbanken ließ nicht lange auf sich warten: Mehr als 23 Analysten senkten nach der Veröffentlichung ihre Kursziele. TD Cowen stufte das Papier von „Buy“ auf „Hold“ herab und korrigierte das Ziel auf 155 US-Dollar. Auch Jefferies und Evercore schlossen sich der vorsichtigeren Einschätzung an und setzten ihre Ziele auf 150 bzw. 160 US-Dollar fest. Guggenheim blieb zwar bei einer Kaufempfehlung, reduzierte das Kursziel jedoch deutlich auf 275 US-Dollar.
Nach dem jüngsten Kursrutsch, der die Aktie innerhalb eines Jahres um über 56 Prozent einbrechen ließ, notierte der Titel zuletzt bei 112,82 Euro. Damit bewegt sich das Papier nur noch knapp oberhalb seines 52-Wochen-Tiefs von 109,60 Euro.
Trotz der aktuellen Kursschwäche bleibt die Bewertung mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 12 moderat im Vergleich zur Peergroup. Entscheidend für eine Bodenbildung wird sein, wie überzeugend Workday seine Strategie an die neue KI-Realität anpassen kann, um den drohenden Rückgang der klassischen Lizenzerlöse durch neue Ertragsmodelle zu kompensieren.
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