Nach einem schwachen Start ins Börsenjahr 2026 haben sich die Papiere des Konsumgüterriesen Procter & Gamble wieder gefangen. Die jüngsten Quartalszahlen sorgten für Beruhigung bei den Anlegern: Trotz schwierigem Umfeld und sparsamer Kunden konnte der Konzern die Gewinnerwartungen übertreffen. Doch wie nachhaltig ist dieser Aufwärtstrend angesichts stagnierender Verkaufsmengen?

Preiserhöhungen retten die Marge

Im zweiten Geschäftsquartal meldete der Hersteller von Marken wie Pampers und Gillette einen Umsatz von 22,21 Milliarden US-Dollar, was einem leichten Anstieg von einem Prozent entspricht. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 1,88 US-Dollar zwei Cent über den Erwartungen der Analysten.

Ein genauerer Blick auf die Zahlen offenbart jedoch die Herausforderungen im aktuellen Marktumfeld. Zwar blieben die organischen Umsätze stabil, doch dies gelang nur durch Preiserhöhungen von einem Prozent. Im Gegenzug gingen die abgesetzten Mengen im gleichen Umfang zurück. Dies deutet darauf hin, dass die Preismacht des Konzerns an Grenzen stößt.

Gemischtes Bild in den Sparten

Die Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche verläuft unterschiedlich. Während die Segmente Schönheitspflege und Gesundheit organische Zuwächse von drei bis vier Prozent verzeichneten, schwächelte das wichtige Geschäft mit Baby- und Familienpflege. Hier sank der organische Umsatz um vier Prozent – ein klares Zeichen dafür, dass Konsumenten in diesem Bereich zunehmend auf den Preis achten.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei P&G?

Trotz dieser Diskrepanzen bestätigte das Management die Prognose für das Gesamtjahr. P&G erwartet weiterhin ein organisches Umsatzwachstum zwischen null und vier Prozent sowie einen Anstieg des bereinigten Gewinns je Aktie.

Fokus auf Aktionärsrendite

Für Anleger bleibt die zuverlässige Kapitalrückführung das zentrale Argument. Im abgelaufenen Quartal flossen insgesamt 4,8 Milliarden US-Dollar an die Aktionäre zurück – aufgeteilt in 2,5 Milliarden US-Dollar an Dividenden und 2,3 Milliarden US-Dollar für Aktienrückkäufe.

Der Markt honoriert diese Stabilität. Nach dem Rutsch auf ein 52-Wochen-Tief im Januar hat sich der Kurs deutlich erholt und notiert aktuell bei gut 159 US-Dollar. Allein in den letzten 30 Tagen legte das Papier um über 12 Prozent zu.

Ausblick

P&G beweist mit diesen Zahlen erneut seine Qualitäten als defensives Investment, auch wenn Gegenwind durch Zölle und inflationsgeplagte Verbraucher spürbar bleibt. Der nächste wichtige Termin für Investoren ist die Veröffentlichung der Quartalszahlen Ende April, die zeigen wird, ob die Verkaufszahlen wieder anziehen können. Die nächste Dividende wird bereits am 17. Februar ausgezahlt.

P&G-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue P&G-Analyse vom 09. Februar liefert die Antwort:

Die neusten P&G-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für P&G-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 09. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

P&G: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...