Der australische Rüstungskonzern EOS sieht sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Ein US-Leerverkäufer stellt einen millionenschweren Großauftrag und eine kürzliche Übernahme infrage. Die Aktie wurde vorsorglich vom Handel ausgesetzt.

Der Handelsstopp an der australischen Börse folgt einem kritischen Bericht von Grizzly Research. Die Short-Seller-Firma zweifelt an einem im Dezember 2025 verkündeten 80-Millionen-Dollar-Vertrag mit einem koreanischen Kunden. Laut EOS soll der Auftrag die Lieferung eines Lasersystems umfassen – doch Grizzly behauptet, der angebliche Großkunde sei ein kleiner Agrardrohnen-Hersteller ohne entsprechende Finanzstärke.

Zweifel an Schlüsselvertrag

EOS hatte bereits in einem Update zum vierten Quartal 2025 eingeräumt, dass mit dem koreanischen Abnehmer noch Details zu klären seien. Die ursprünglich erwartete Anzahlung wurde auf Februar oder März 2026 verschoben. Der Leerverkäufer nutzt diese Verzögerung nun als Indiz für seine These.

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Zusätzlich gerät die Anfang Januar 2026 vollzogene Übernahme der MARSS Group ins Visier. Grizzly Research wirft EOS vor, die historischen Umsätze des europäischen Rüstungstechnik-Unternehmens während einer Investorenpräsentation zu hoch dargestellt zu haben. Das Management kündigte eine offizielle Stellungnahme bis spätestens Dienstag, den 10. Februar, an.

Expansion trotz Turbulenzen

Parallel zu den Vorwürfen treibt EOS seine internationale Expansion voran. Am 6. Februar eröffnete der Konzern eine neue Produktions- und Integrationsstätte in Singapur. Die Anlage soll als regionales Zentrum für Hochenergie-Laserwaffensysteme dienen und Kunden in Asien sowie Europa beliefern. Bereits bestehende Verträge mit den Niederlanden und ein bedingter Liefervertrag mit Südkorea sollen dort abgewickelt werden.

Wenige Tage zuvor, am 4. Februar, unterzeichnete EOS eine Kooperationsvereinbarung mit dem Robotik-Spezialisten Milrem. Gemeinsam wollen beide Firmen unbemannte Bodensysteme weiterentwickeln und Plattformen, Waffensysteme sowie integrierte Verteidigungslösungen kombinieren.

Branchenumfeld stützt Nachfrage

Der Verteidigungssektor profitiert derzeit von steigenden Militärbudgets und wachsender Nachfrage nach Anti-Drohnen-Technologien. Bewaffnete Konflikte weltweit haben die Bedrohung durch unbemannte Fluggeräte verschärft und Unternehmen wie EOS in den Fokus gerückt. Der Konzern verfügt über einen beträchtlichen Auftragsbestand, der Umsätze für die kommenden Jahre sichern sollte. Doch die Vorwürfe des Leerverkäufers haben Unsicherheit geschaffen. Die Reaktion des Managements dürfte entscheidend sein, ob Investoren das Vertrauen behalten.

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