Procter & Gamble hat seine Quartalszahlen vorgelegt – und die lassen aufhorchen. Der Konsumgüterriese kämpft mit einem herausfordernden Marktumfeld und verzeichnete im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 ein organisches Umsatzwachstum von null Prozent. Trotzdem hält CEO Shailesh Jejurikar an den Jahreszielen fest. Wie will P&G die Wende schaffen?

Die Zahlen enttäuschen

Am 22. Januar präsentierte P&G die Ergebnisse für das zweite Quartal. Der Nettoumsatz stieg zwar um ein Prozent auf 22,2 Milliarden US-Dollar, doch das organische Wachstum – bereinigt um Währungseffekte und Übernahmen – kam zum Stillstand.

Beim Gewinn sieht es ähnlich ernüchternd aus: Der verwässerte Gewinn je Aktie sank um fünf Prozent auf 1,78 US-Dollar. Verantwortlich dafür sind zusätzliche Restrukturierungskosten. Der bereinigte Gewinn je Aktie blieb mit 1,88 US-Dollar zwar stabil, doch insgesamt verfehlte P&G die Umsatzerwartungen der Analysten leicht.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei P&G?

Für das Gesamtjahr 2026 hat das Unternehmen seine Prognose für den verwässerten Gewinn je Aktie nach unten korrigiert – auf ein Wachstum von einem bis sechs Prozent. Die Restrukturierungskosten belasten stärker als erwartet. Die Umsatzprognose bleibt hingegen unverändert bei null bis vier Prozent organischem Wachstum.

Aktionäre im Fokus

Trotz der schwachen Geschäftsentwicklung plant P&G, seinen Aktionären treu zu bleiben. Rund 10 Milliarden US-Dollar sollen im Geschäftsjahr 2026 als Dividenden ausgeschüttet werden, weitere 5 Milliarden fließen in Aktienrückkäufe. Diese Kapitaldisziplin unterstreicht die defensive Ausrichtung des Konzerns.

CEO Jejurikar spricht von einem „herausfordernden Konsum- und geopolitischen Umfeld". Die Branche steht unter Druck: Steigende Transportkosten und Lieferkettenprobleme könnten 2026 weiter auf die Margen drücken. P&G setzt darauf, in der zweiten Jahreshälfte stärker abzuschneiden – konkrete Maßnahmen dazu nennt das Unternehmen jedoch nicht.

Immerhin profitiert die Aktie derzeit von einer Sektorrotation: Anleger suchen in unsicheren Zeiten zunehmend Zuflucht bei stabilen Konsumgüteraktien mit verlässlicher Nachfrage. Die P&G-Aktie handelt nach dem jüngsten Anstieg deutlich über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Ob diese Bewertung bei stagnierenden Umsätzen gerechtfertigt ist, bleibt abzuwarten. Die nächsten Quartalszahlen dürften zeigen, ob P&G seine Versprechen einlösen kann.

P&G-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue P&G-Analyse vom 04. Februar liefert die Antwort:

Die neusten P&G-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für P&G-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 04. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

P&G: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...