Petrobras hat Anfang dieser Woche zum zehnten Mal in Folge einen historischen Börsenwert erreicht. Gleichzeitig erhielt der brasilianische Staatskonzern die lang ersehnte Umweltgenehmigung für Tiefseebohrungen in einem der geologisch vielversprechendsten Gebiete Südamerikas.

Grünes Licht für die Äquatorialküste

Die brasilianische Umweltbehörde Ibama erteilte am 27. März 2026 die Lizenz zur Erschließung des Mãe-de-Ouro-Bohrlochs im Potiguar-Becken – rund 52 Kilometer vor der Küste von Rio Grande do Norte, in Tiefen von mehr als 2.000 Metern. Die Genehmigung umfasst insgesamt drei Explorationsbohrungen in den Blöcken BM-POT-17 und POT-M-762.

Das Gebiet gilt als Teil der sogenannten Äquatorialmarge, die Experten wegen ihrer geologischen Struktur häufig als „neues Pré-Sal" bezeichnen. Petrobras investiert zudem mehr als 1,5 Milliarden Reais in die Stilllegung älterer Bohranlagen in der Region.

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Rückenwind vom Ölmarkt

Die Rekordmarktkapitalisierung von 673,22 Milliarden Reais ist nicht allein auf die Explorationserfolge zurückzuführen. Brent-Rohöl notiert derzeit bei rund 107,81 US-Dollar je Barrel – ein Plus von rund 51 Prozent innerhalb eines Monats, getrieben von geopolitischen Spannungen und Angebotssorgen. Für einen Konzern, dessen Erlöse direkt an den Ölpreis gekoppelt sind, wirkt das wie ein Turbo.

Im Raffineriebetrieb liefert Petrobras ebenfalls starke Zahlen: Die Dieselproduktion in der Replan-Anlage, der größten Raffinerie Brasiliens, stieg im Februar 2026 um 24,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 976,5 Millionen Liter. Eine neue Verarbeitungseinheit mit einer Kapazität von zehn Millionen Litern S-10-Diesel pro Tag trägt maßgeblich dazu bei.

Sonderdividende trotz steigender Short-Positionen

Ein Detail verdient besondere Aufmerksamkeit: Die Short-Positionen in den US-notierten ADRs stiegen im März um 42,2 Prozent auf rund 46,8 Millionen Aktien. Gleichzeitig hat das Unternehmen eine Sonderdividende von 0,1191 US-Dollar je Aktie angekündigt, mit Ex-Dividende-Datum am 24. April 2026 und Auszahlung am 28. Mai 2026.

Die Aktie notiert mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 6,83 – gemessen an einem Quartalsumsatz von 23,61 Milliarden US-Dollar – weiterhin vergleichsweise günstig. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 50 Prozent zugelegt und bewegt sich nahe ihrem 52-Wochen-Hoch.

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