Plug Power Aktie: Strategiewende mit Risiken
Plug Power hat sich von seinen ambitionierten Plänen für den Aufbau einer großen Grünen-Wasserstoff-Produktion offiziell verabschiedet. Unter dem seit Anfang März 2026 amtierenden CEO Jose Luis Crespo konzentriert sich das Unternehmen nun auf drei Kernmärkte: Elektrolyseure, Wasserstoffproduktion und Brennstoffzellen für die Logistik. Der Kurs ist klarer — die Risiken aber nicht verschwunden.
Verkauf statt Bauen
Den deutlichsten Ausdruck dieser Neuausrichtung liefert der Verkauf eines Geländes in Genesee County, New York. Dort sollte ursprünglich eine Grüne-Wasserstoff-Anlage entstehen, finanziert über eine Kreditgarantie des US-Energieministeriums in Höhe von 1,66 Milliarden Dollar. Stattdessen verkaufte Plug Power das Grundstück samt Strominfrastruktur an Stream US Data Centers — für einen Preis zwischen 132,5 und 142 Millionen Dollar. Zusammen mit weiteren Monetarisierungen von Stromrechten erwartet das Unternehmen eine Liquiditätsstärkung von über 275 Millionen Dollar.
Das ursprüngliche Ziel, bis 2028 eine Kapazität von 1.000 Tonnen Wasserstoff pro Tag aufzubauen, ist damit Geschichte.
Profitabilität als Dreistufenplan
Crespo hat einen konkreten Fahrplan vorgelegt: positives EBITDA im vierten Quartal 2026, positives operatives Ergebnis 2027, GAAP-Profitabilität 2028. Als Grundlage dient ein solides Zahlenwerk aus dem Vorjahr — der Umsatz stieg 2025 um 13 Prozent auf rund 710 Millionen Dollar, das vierte Quartal brachte mit 225,2 Millionen Dollar einen Mehrjahreshöchstwert sowie erstmals positive Bruttomargen. Für 2026 peilt das Management Erlöse von rund 800 Millionen Dollar an.
Allerdings stehen diesen Zielen zwei ernste Gegengewichte gegenüber. Der Cash-Burn bleibt nach Einschätzung von Marktbeobachtern hoch, und das aktuelle Auftragsvolumen stützt die Wachstumserwartungen des Managements nicht vollständig. Hinzu kommen mehrere Sammelklagen wegen mutmaßlichen Wertpapierbetrugs — Investoren werfen dem Unternehmen vor, die Aussichten auf den DOE-Kredit und den Bau der Wasserstoffanlagen irreführend dargestellt zu haben. Die Frist für Anleger, die Rolle des Hauptklägers zu übernehmen, endet am 3. April 2026.
Die Aktie hat sich seit ihrem 52-Wochen-Tief bei 0,63 Euro zwar deutlich erholt, notiert aber noch immer weit unter dem Jahreshoch von 3,51 Euro. Ob der Dreistufenplan trägt, wird sich spätestens im vierten Quartal 2026 am EBITDA ablesen lassen.
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