Petrobras streckt die Fühler aus. Brasiliens staatlicher Ölkonzern plant eine Tiefwasser-Partnerschaft mit dem mexikanischen Staatsunternehmen Pemex — und kombiniert diesen Expansionsschritt mit einer Entscheidung, die innenpolitisch heikel ist.

Partnerschaft mit Pemex

Präsident Lula hat die Kooperationspläne offiziell bestätigt: Petrobras und Pemex sollen gemeinsam Explorations- und Produktionsmöglichkeiten im tiefen Wasser des Golfs von Mexiko erschließen. Petrobras-Chef Magda Chambriard ist für April nach Mexiko eingeladen, um die Details zu finalisieren.

Der strategische Kern dahinter ist klar: Petrobras besitzt weltweit anerkannte Expertise im Ultratiefseebereich, aufgebaut in den brasilianischen Vorsalzfeldern. Diese Kompetenz soll nun erstmals in größerem Maßstab international eingesetzt werden. Marktbeobachter sehen in der Partnerschaft das Potenzial, das Tiefwassergeschäft beider Staatskonzerne spürbar zu beschleunigen.

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Dieselpreise eingefroren, Gewinne gestiegen

Parallel dazu hat Petrobras entschieden, eine geplante kurzfristige Dieselpreiserhöhung vorerst nicht umzusetzen. Die Entscheidung fällt in eine Phase erhöhter Volatilität am Ölmarkt — Brent hatte zwischenzeitlich die Marke von 119 Dollar je Barrel überschritten. Das Einfrieren der Preise spiegelt den dauerhaften Balanceakt zwischen Rentabilität und wirtschaftlicher Stabilität im Inland wider, der regelmäßig zwischen Regierung und Unternehmensführung verhandelt wird.

Die finanzielle Ausgangslage ist dabei solide. Im vierten Quartal 2025 erzielte Petrobras einen Nettogewinn von 15,6 Milliarden Reais — nach einem Verlust im Vorjahreszeitraum. Treiber waren Rekordexporte: Die Ölproduktion stieg auf rund 2,5 Millionen Barrel pro Tag, ein Plus von knapp 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die internationalen Verkäufe wuchsen um 41,7 Prozent auf 42 Milliarden Reais.

Gemischte Signale am Markt

Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 46 Prozent zugelegt und notiert damit deutlich über ihren gleitenden Durchschnittswerten. Allerdings ist das Short-Interest im März 2026 um rund 42 Prozent gestiegen — ein Hinweis darauf, dass ein Teil der Marktteilnehmer die jüngste Rallye skeptisch bewertet.

Konkrete Klarheit über den operativen Rahmen der Pemex-Vereinbarung dürfte der April-Besuch in Mexiko liefern. Bis dahin bleibt offen, wie verbindlich die Partnerschaft tatsächlich ausgestaltet wird.

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