Vistance Networks, ehemals CommScope, vollzieht derzeit eine tiefgreifende Transformation in einem gespaltenen Marktumfeld. Während Hardware-Anbieter unter hohen Komponentenkosten leiden, treibt der KI-Boom die Nachfrage nach Rechenzentrum-Infrastruktur massiv voran. Kann der Konzern nach dem Verkauf großer Geschäftsbereiche und dem Rebranding nun die Profitabilität nachhaltig steigern?

  • Umbenennung in Vistance Networks Mitte Januar abgeschlossen.
  • Verkauf des Segments Connectivity and Cable Solutions (CCS) vollzogen.
  • Fokus auf die Geschäftsbereiche RUCKUS Networks und Aurora Networks.

Gespaltenes Marktumfeld

Das Marktumfeld für Netzwerktechnik zeigt derzeit zwei Gesichter. Einerseits belasten gestiegene Kosten für Speicherbausteine die Bruttomargen vieler Infrastruktur-Anbieter. Dieser Kostendruck wirft Fragen zur Profitabilität der gesamten Hardware-Lieferkette auf. Andererseits berichten Unternehmen mit Fokus auf KI-Netzwerke und Cloud-Rechenzentren von einer anhaltend starken Nachfrage.

Vistance Networks muss sich in diesem polarisierten Umfeld beweisen. Das Unternehmen stellt essenzielle Infrastrukturlösungen bereit, steht aber vor der Herausforderung, die Kostensteigerungen bei den Komponenten abzufedern. Marktteilnehmer warten auf Klarheit, ob das Portfolio erfolgreich in Richtung der wachstumsstarken KI- und Cloud-Bereiche verschoben werden kann.

Fokus auf Kernsegmente

Nach der Trennung vom Privatkunden- und Kabelgeschäft konzentriert sich das Unternehmen auf die Optimierung des Portfolios und den Schuldenabbau. Die neue Struktur ist deutlich schlanker. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Segment RUCKUS Networks, das zuletzt sein Angebot im Bereich professioneller Audio-Visual-Switching-Lösungen erweitert hat.

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Diese Strategie zielt darauf ab, die Qualität der Umsätze durch margenstärkere Produkte zu verbessern. Die erfolgreiche Umsetzung dieser schlankeren Struktur ist ein entscheidender Faktor für die künftige Bewertung des Unternehmens an der Börse.

Faktoren für die Quartalszahlen

Die kommenden Quartalsberichte dienen als zentraler Indikator für den Erfolg der Neuausrichtung. Investoren achten dabei besonders auf drei Kennzahlen:

  1. Margenstabilität: Angesichts der branchenweiten Inflation bei Komponenten wird die Fähigkeit des Konzerns, die Margen zu halten oder auszuweiten, zum Gradmesser für die operative Stärke.
  2. Schuldenmanagement: Nach den jüngsten Verkäufen von Unternehmensteilen stehen Updates zur Kapitalallokation und zum weiteren Schuldenabbau im Vordergrund.
  3. Nachfrageentwicklung: Die Ausgabenbereitschaft von Unternehmenskunden im Vergleich zu Service-Providern wird zeigen, wie robust das Nachfrageumfeld im laufenden Jahr tatsächlich ist.

Bis zur Veröffentlichung dieser Daten dürfte die Kursentwicklung eng an die allgemeine Volatilität der Technologie- und Hardware-Indizes gekoppelt bleiben.

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