PayPal steht diese Woche weniger wegen des eigenen Geschäfts im Rampenlicht, sondern wegen eines Themas, das Anleger sofort elektrisiert: mögliche Übernahmefantasie. Erst trieben Berichte über Gespräche mit Stripe die Kurse an – dann folgte das Dementi und der Stimmungsumschwung. Was zeigt dieses Hin und Her über die aktuelle Lage?

Gerüchte befeuern den Kurs

Auslöser war ein Bericht von Bloomberg: Demnach soll der Zahlungsdienst Stripe in frühen Gesprächen gewesen sein, um PayPal ganz oder in Teilen zu übernehmen. Der Markt reagierte prompt, weil ein möglicher Deal typischerweise eine Prämie auf den Aktienkurs impliziert.

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Die Kaufwelle war zeitweise so stark, dass am 24. Februar sogar ein LULD-Mechanismus griff: Der Handel wurde kurz unterbrochen, nachdem die Orders in kurzer Zeit stark zunahmen. Auch das Handelsvolumen zog deutlich an – ein Zeichen dafür, wie viele Marktteilnehmer auf das Übernahmethema sprangen.

Gleichzeitig blieb die Einordnung vorsichtig: Das Interesse sei unaufgefordert gewesen, noch in einem frühen Stadium – und es sei offen, ob daraus überhaupt eine Transaktion entsteht. Hinzu kam ein weiterer Faktor im Hintergrund: PayPal steckt mitten in einem Führungswechsel, ein neuer CEO soll am 1. März übernehmen.

Dementi dreht die Stimmung

Am 26. Februar kam dann die Gegenmeldung: Semafor berichtete unter Verweis auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, Stripe erwäge derzeit kein Übernahmeangebot für PayPal. Damit verschwand der wichtigste Kurstreiber schlagartig – die Erwartung eines Aufschlags durch einen Käufer.

Die Folge: ein spürbarer Rücksetzer, der die zuvor durch Spekulation aufgebauten Gewinne wieder ein Stück weit ausradierte. Genau dieses Muster – schnelle Rally auf Gerüchte, schnelle Korrektur auf ein Dementi – erklärt die hohe Volatilität der Woche.

Warum der Markt so empfindlich reagiert

Die heftige Reaktion zeigt vor allem, wie angeschlagen die Stimmung rund um PayPal derzeit ist. Laut Bericht steht die Aktie seit dem enttäuschenden Quartalsbericht zum vierten Quartal und einer schwachen Prognose für das laufende Jahr unter Druck. In so einem Umfeld reichen schon vage Übernahmesignale, um Fantasie zu entfachen – und ein Dementi, um sie wieder einzukassieren.

Auch im Kursbild spiegelt sich das: In den letzten 30 Tagen liegt die Aktie trotz der jüngsten Erholung deutlich im Minus (-14%), während der Sprung der letzten Woche (+10%) eher nach „Gerüchte-getriebenem“ Rückenwind aussieht als nach einer grundsätzlichen Neubewertung.

Unterm Strich bleibt PayPal damit vorerst in einer Übergangsphase: operativ belastet durch enttäuschte Erwartungen – und kurzfristig stark bewegt durch Schlagzeilen rund um mögliche Interessenten und den anstehenden CEO-Wechsel am 1. März.

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