Nokia war lange primär als Ausrüster für klassischen Mobilfunk bekannt, doch der Wind dreht sich. Mit einem exklusiven Großauftrag von Telefónica beweisen die Finnen nun, dass ihre Strategieanpassung hin zu künstlicher Intelligenz greift. Statt nur auf 5G-Masten zu setzen, etabliert sich der Konzern zunehmend als kritischer Partner für die Rechenzentrums-Infrastruktur in Europa.

Exklusiv-Deal in Spanien

Der Netzwerkausrüster hat sich einen mehrjährigen Exklusivvertrag gesichert, um das landesweite "Edge Data Center"-Netzwerk von Telefónica in Spanien auszurüsten. Konkret geht es um 17 Knotenpunkte, von denen 12 – darunter das Flaggschiff-Zentrum Tecno-Alcalá – bereits aktiv sind. Das Entscheidende an diesem Auftrag ist die technische Ausrichtung: Nokia liefert die Infrastruktur für KI-Anwendungen und Cloud-Dienste, die extrem geringe Latenzzeiten benötigen.

Dieser Schritt unterstreicht den Wandel der europäischen Betreiber hin zu einer verteilten KI-Infrastruktur. Nokia positioniert sich hier als der technologische Enabler, der sowohl die interne Vernetzung der Rechenzentren als auch deren Anbindung nach außen sicherstellt.

Strategischer Umbau und NVIDIA-Allianz

Der Auftrag bestätigt die von CEO Pekka Lundmark vorangetriebene Transformation. Nokia löst sich von der reinen Abhängigkeit vom volatilen 5G-Geschäft und fokussiert sich auf das Segment "Network Infrastructure". Dieser Bereich wuchs im vierten Quartal bereits um 19 Prozent und profitiert massiv von der Nachfrage nach optischen Netzwerken und Cloud-Lösungen.

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Ein weiteres Schwergewicht stützt diese Neuausrichtung: Die strategische Partnerschaft mit dem US-Chipgiganten NVIDIA. Neben einer Investition von einer Milliarde Dollar kooperieren beide Unternehmen, um KI-basierte Funkzugangsnetze (AI-RAN) zu entwickeln. Diese Allianz validiert Nokias technologischen Anspruch im Bereich der KI-nativen Netzwerke.

Zahlen und Ausblick

Die Finanzdaten für 2025 zeichnen ein gemischtes, aber stabiles Bild. Während der berichtete operative Gewinn durch Abschreibungen auf 885 Millionen Euro fiel, lag der für die operative Leistung entscheidende vergleichbare Gewinn bei soliden 2,0 Milliarden Euro.

Das Management blickt optimistisch in die Zukunft. Für 2026 wird ein vergleichbarer operativer Gewinn zwischen 2,0 und 2,5 Milliarden Euro angepeilt. Mittelfristig bis 2028 soll dieser Wert sogar auf bis zu 3,2 Milliarden Euro steigen. Anleger honorieren diese Entwicklung: Die Aktie konnte seit Jahresanfang bereits um gut 15 Prozent zulegen und notiert nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch.

Mit dem Telefónica-Deal im Rücken und der klaren Fokussierung auf margenstarke KI-Infrastruktur hat Nokia die Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Der Konzern wandelt sich erfolgreich vom reinen Telco-Ausrüster zum integralen Bestandteil der europäischen KI-Strategie.

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