Xiaomi setzt im chinesischen E‑Auto-Markt ein Ausrufezeichen: Das neue YU7 SUV ließ im Januar das Tesla Model Y bei den Auslieferungen deutlich hinter sich. Gleichzeitig hält der Konzern an einem laufenden Aktienrückkaufprogramm fest. Doch wie nachhaltig ist dieser Vorsprung – und was treibt ihn?

  • YU7-Auslieferungen im Januar: 37.869 Einheiten
  • Tesla Model Y im Januar: 16.845 Einheiten
  • Rückkaufprogramm: bis zu 2,5 Mrd. HKD (Ende Januar gestartet)

YU7 zieht an Tesla vorbei

Nach Daten der China Passenger Car Association lieferte Xiaomi im Januar 37.869 YU7 aus. Tesla kam mit dem Model Y im selben Zeitraum auf 16.845 Einheiten. Damit hat Xiaomi die Auslieferungen des Model Y mehr als verdoppelt.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Xiaomi?

Auffällig ist auch die Ranglistenbewegung: Das Model Y war im Dezember noch Spitzenreiter bei den monatlichen Verkäufen, fiel im Januar aber auf Platz 20 zurück. Innerhalb der reinen Elektrofahrzeuge rutschte es vom 1. auf den 7. Rang ab.

Preisvorteil als Hebel

Ein zentraler Treiber ist die Positionierung über den Preis. Xiaomi setzte das YU7 – als zweites Elektromodell nach dem SU7 – in China mit einem Vorteil von rund 10.000 Yuan gegenüber dem Model Y in den Markt. Das macht es für Käufer im hart umkämpften Segment direkt vergleichbarer SUVs attraktiver und zielt klar auf Marktanteilsgewinne.

Rückkäufe laufen weiter

Parallel zum operativen EV-Erfolg setzt Xiaomi die angekündigten Aktienrückkäufe fort. Laut HKEX-Meldungen kaufte das Unternehmen:

  • Heute (16. Februar): 1,5 Mio. Klasse‑B‑Aktien für 54,7 Mio. HKD
  • Am 13. Februar: 2,7 Mio. Aktien für 98,4 Mio. HKD
  • Am 12. Februar: 4,1 Mio. Aktien für 148,2 Mio. HKD

Das Programm umfasst insgesamt bis zu 2,5 Mrd. HKD und wurde Ende Januar aufgelegt. Als Hintergrund nennt der Quelltext intensiven Wettbewerb und steigende Komponentenkosten, in diesem Umfeld soll der Schritt Vertrauen stärken.

Marktumfeld: Gegenwind neben dem EV-Erfolg

Der YU7-Erfolg fällt in eine Phase, in der sich der chinesische EV-Markt verlangsamt. Gleichzeitig zeigt das Umfeld Druck auf Xiaomis Kerngeschäft: Die Smartphone-Verkäufe in China lagen laut Counterpoint im Januar 23% unter Vorjahr.

Zusätzlich bleibt die Konsumelektronikbranche laut Quelltext von einer anhaltenden Speicherchip-Knappheit betroffen. Lenovo verwies zuletzt auf mögliche Effekte bei PC-Lieferungen; erwartet wird, dass Engpässe bis 2027 anhalten könnten.

Zum Ausblick gehört zudem die geplante internationale Expansion des EV-Geschäfts, Europa ist als nächster Zielmarkt vorgesehen. Beim China-Gesamtjahr 2025 lag Tesla auf Platz fünf der Verkäufe, Xiaomi auf Platz zehn.

Im Fokus der nächsten Wochen steht der erwartete Quartalsbericht am 23./24. März 2026.

Xiaomi-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Xiaomi-Analyse vom 16. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Xiaomi-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Xiaomi-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Xiaomi: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...