Palantir Aktie: UBS dreht um
Nach einem Kursrückgang von 35% seit dem Allzeithoch greift UBS zu. Die Schweizer Großbank stuft Palantir von Neutral auf Kaufen hoch und setzt das Kursziel bei 180 Dollar an. Analyst Karl Keirstead sieht in der Korrektur eine Einstiegschance in die nach seiner Ansicht beste Wachstumsstory der Softwarebranche. Gleichzeitig meldet das Unternehmen Rekordzahlen und eine wichtige Freigabe für Defense-Einsätze.
Wachstum auf Rekordniveau
Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 liefern die Basis für die neue Zuversicht. Der Umsatz kletterte um 70 Prozent auf 1,41 Milliarden Dollar – die höchste Wachstumsrate seit dem Börsengang. Das US-Geschäft legte sogar um 93 Prozent zu und macht inzwischen 77 Prozent der Gesamterlöse aus. Der bereinigte Free Cashflow erreichte 791 Millionen Dollar, was einer Marge von 56 Prozent entspricht.
Für 2026 stellt Palantir Erlöse von 7,19 Milliarden Dollar in Aussicht – ein Plus von 61 Prozent. Das US-Geschäft mit Firmenkunden soll sogar um mindestens 115 Prozent auf über 3,14 Milliarden Dollar wachsen. Morgan Stanley-Analyst Sanjit Singh rechnet vor: "Palantir ist auf dem Weg zur 10-Milliarden-Marke – vermutlich mit der schnellsten Wachstumsrate und den höchsten Margen in der Geschichte der Softwarebranche."
Defense-Geschäft erhält Rückenwind
Die Defense Information Systems Agency (DISA) hat Palantirs Federal Cloud Service (PFCS) Forward autorisiert. Die Freigabe erlaubt es, die komplette Technologie-Palette des Unternehmens – von Apollo über Gotham und Foundry bis zur KI-Plattform AIP – auf beliebiger Hardware und in jeder Umgebung zu nutzen. Das Prinzip: einmal genehmigen, vielfach einsetzen. Kunden sparen Zeit bei der Zulassung, weil standortspezifische Implementierungen und Sicherheitsbewertungen entfallen.
Die Erweiterung öffnet Palantir den Weg zu breiteren Einsätzen im Regierungsgeschäft, vom Rechenzentrum bis zur taktischen Edge. Das könnte Auftragsgröße und Vertragslaufzeiten positiv beeinflussen.
Insider-Verkäufe sorgen für Gesprächsstoff
Parallel zur positiven Entwicklung verkauften sechs hochrangige Führungskräfte Aktien im Wert von über 137 Millionen Dollar. CEO Alex Karp trennte sich von 493.025 Papieren zum Durchschnittspreis von 133,78 Dollar – Gegenwert 65,9 Millionen Dollar. Die Unterlagen weisen die Transaktionen als automatische Verkäufe zur Deckung von Steuern auf vested Restricted Stock Units aus. CFO David Glazer nutzte einen vorher festgelegten 10b5-1-Plan.
Die Bewertungsfrage bleibt
Trotz der Korrektur handelt Palantir weiterhin bei einem KGV von rund 200 und dem etwa 70-Fachen des Umsatzes. UBS-Analyst Keirstead kalkuliert mit seinem 2027er Free-Cashflow-Schätzungen und kommt auf ein Vielfaches von 50 – für ihn angesichts des Wachstums vertretbar. Die Frage bleibt, ob Palantir die Wachstumsraten von über 50 Prozent langfristig halten kann und wie sich die Konkurrenz von Databricks, den Cloud-Riesen oder KI-Anbietern wie OpenAI auswirkt.
Das internationale Geschäft zeigt Schwächen: Die Erlöse mit Firmenkunden außerhalb der USA stiegen im vierten Quartal nur um acht Prozent. Die nächsten Quartalszahlen folgen am 11. Mai 2026.
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