Palantir Aktie: Analysten greifen zu
Palantir Technologies hat am Donnerstag gleich zwei Kaufempfehlungen auf einmal kassiert – UBS und Rosenblatt stufen die Aktie nun zum Kauf ein. Nach dem Kursrückgang von rund 35 Prozent seit dem Allzeithoch sehen die Analysten eine attraktive Einstiegschance. Die Begründung: Rekordwachstum im vierten Quartal, eine ambitionierte Prognose für 2026 und eine führende Position im KI-Softwaremarkt.
Doppelte Aufwertung innerhalb eines Tages
UBS hob Palantir von „Neutral" auf „Kaufen" an und bestätigte das Kursziel von 180 US-Dollar. Die Analysten argumentieren, dass der jüngste Kursrückgang eine überzeugende Chance biete. Unternehmen mit beschleunigtem Wachstum würden langfristig den Markt übertreffen – und Palantir verdiene aufgrund seiner Positionierung in den Bereichen KI, Datenplattformen und moderne Verteidigungstechnologie eine Premiumbewertung.
Zeitgleich startete Rosenblatt-Analyst John McPeake die Abdeckung mit „Kaufen" und einem Kursziel von 150 US-Dollar. McPeake bezeichnet Palantir als „marktverändernden, einzigartig positionierten KI-Softwareführer". Der Rückgang von 33 Prozent seit Oktober schaffe einen attraktiven Einstiegspunkt. Als Begründung nennt Rosenblatt nachhaltiges Wachstum mit 56 Prozent Umsatzplus in den letzten zwölf Monaten und eine Bruttomarge von 82 Prozent.
Starke Geschäftszahlen als Fundament
Die fundamentalen Daten sprechen eine klare Sprache. Im vierten Quartal erzielte Palantir einen Umsatz von 1,41 Milliarden US-Dollar – 70 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,25 US-Dollar und übertraf die Erwartungen von 0,23 US-Dollar. Die Nettomarge erreichte 36,31 Prozent, die Eigenkapitalrendite 23,81 Prozent.
Bemerkenswert ist die Beschleunigung des Wachstums: Die Umsätze stiegen in den vier Quartalen 2025 um 39, 48, 63 und 70 Prozent. Das Vertragsvolumen erreichte mit 4,3 Milliarden US-Dollar einen Rekordwert. Die Kundenzahl wuchs binnen Jahresfrist um 34 Prozent auf 954. Allein im vierten Quartal schloss Palantir 180 Verträge über mindestens eine Million US-Dollar ab, darunter 84 Deals über fünf Millionen und 61 über zehn Millionen US-Dollar.
Ehrgeizige Ziele für 2026
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CEO Alex Karp verweist auf einen „Rule of 40"-Score von 127 Prozent – eine Kennzahl, die Umsatzwachstum und operative Marge addiert. Die Prognose für 2026 impliziert ein Wachstum von 61 Prozent. Morgan Stanley kommentiert: „Der Umsatz beschleunigte sich das zehnte Quartal in Folge auf +70 Prozent bei einer operativen Marge von 57 Prozent. Mit der Prognose für 2026 ist Palantir auf dem Weg zu 10 Milliarden US-Dollar Umsatz – möglicherweise mit der höchsten Wachstumsrate und den besten Margen in der Geschichte der Softwarebranche."
Auf der Regierungsseite erhielt Palantir von der Defense Information Systems Agency eine Impact Level 6-Zulassung für seine PFCS Forward-Plattform. Damit kann die Software nun in den sensibelsten Cloud-Umgebungen des US-Verteidigungsministeriums eingesetzt werden.
Bewertungsdebatte bleibt zentral
Trotz des Kursrückgangs bleibt die Bewertung extrem. Die Aktie wird mit etwa dem 200-fachen des Gewinns und dem 70-fachen des Umsatzes gehandelt. UBS kontert: Unter der Annahme eines Wachstums von rund 50 Prozent pro Jahr in den nächsten drei Jahren liege das Multiple des Free Cashflows bezogen auf das Folgejahr nun beim Einfachen der projizierten Wachstumsrate – ein Niveau, das viele Investoren als vertretbar ansehen könnten.
Die Konsensmeinung liegt bei „Moderat Kaufen" mit einem durchschnittlichen Kursziel von 191,05 US-Dollar. Parallel dazu verkauften allerdings mehrere Insider größere Aktienpakete, darunter Stephen Andrew Cohen mit 327.088 Aktien zu durchschnittlich 133,72 US-Dollar.
Am Freitag bewegte sich die Aktie zwischen 132,63 und 138,54 US-Dollar. Die Nachfrage nach Palantirs KI-Plattform bleibt robust, das Kundenportfolio wächst und bestehende Kunden weiten ihre Ausgaben aus. Die Prognose für das erste Quartal 2026 deutet auf weiter steigendes Wachstum hin. Ob der aktuelle Kurs diese Entwicklung schon vollständig einpreist oder noch Potenzial bietet, dürfte die zentrale Frage für die kommenden Quartalszahlen bleiben.
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