Palantir hat eine wichtige Genehmigung des US-Verteidigungsministeriums erhalten, die den Einsatz seiner Software-Plattformen im militärischen Bereich deutlich vereinfachen könnte. Die Defense Information Systems Agency (DISA) hat die Cloud-Dienste des Unternehmens für den Einsatz vor Ort und in taktischen Umgebungen freigegeben – ein Schritt, der die Vertragsprozesse mit Regierungsbehörden beschleunigen dürfte.

Erweiterte Einsatzmöglichkeiten für Militärsoftware

Die DISA-Genehmigung umfasst Palantirs gesamten Technologie-Stack einschließlich der Plattformen Apollo, Gotham, Foundry und AIP. Besonders relevant: Die Freigabe gilt für Impact Level 6, was den Einsatz bei geheimen Regierungsarbeitslasten ermöglicht.

Das neue "Authorize once, use many"-Konzept soll die Beschaffungszeiten verkürzen. Kunden können die vorläufige DISA-Autorisierung übernehmen, statt eigene langwierige Genehmigungsverfahren durchlaufen zu müssen. Die Edge-Deployment-Fähigkeit erlaubt zudem den Betrieb auf vom Kunden gewählter Hardware, einschließlich mobiler Geräte für taktische Operationen.

Auftragslage bleibt robust

Parallel zur DISA-Freigabe verzeichnet Palantir eine Reihe bedeutender Vertragsabschlüsse:

  • Britisches Verteidigungsministerium: Dreijahresvertrag über 240,6 Millionen Pfund (April 2026 bis März 2029)
  • US-Navy ShipOS: Aktive Software-Implementierung in Werften mit bis zu 448 Millionen Dollar Budget
  • Boeing Defense: Kooperation für militärische Fertigungsanwendungen seit September 2025
  • Airbus: Mehrjährige Vertragsverlängerung für die Skywise-Datenplattform

Kurs unter Druck trotz operativer Stärke

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Trotz dieser Entwicklungen hat die Aktie seit Jahresbeginn rund ein Viertel an Wert verloren. Verantwortlich dafür sind branchenweite Sorgen über Bewertungen im KI-Softwaresektor. Der Titel schloss am 13. Februar bei 131,41 Dollar.

Analysten zeigen sich uneinig: Citi identifizierte Palantir nach dem Ausverkauf als Kaufgelegenheit mit soliden Fundamentaldaten. Freedom Capital hob die Aktie mit einem Doppel-Upgrade von Verkaufen auf Kaufen an und bezeichnete den Rücksetzer als ungerechtfertigt. Daiwa stufte ebenfalls auf Kaufen hoch und verwies auf KI-Nachfrage sowie starke Umsatzprognosen.

Zahlen belegen Wachstumsdynamik

Die Q4-2025-Zahlen vom 2. Februar zeigten ein Umsatzwachstum von 70 Prozent im Jahresvergleich. Besonders dynamisch entwickelte sich das US-Geschäft mit kommerziellen Kunden: plus 137 Prozent. Für 2026 stellt Palantir ein Gesamtumsatzwachstum von 61 Prozent und ein US-Geschäftswachstum von 115 Prozent in Aussicht.

Die DISA-Freigabe könnte nun den Zeitaufwand für neue Implementierungen bei Regierungskunden verkürzen. Ob sich daraus tatsächlich höhere Vertragswerte in den kommenden Quartalen ergeben, hängt von der Umsetzung in laufenden Projekten ab.

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