Palantir geriet gestern zwischen zwei gegenläufige Signale: Eine prominente Short-These von Michael Burry setzte die Bewertung unter Druck, während das Unternehmen gleichzeitig einen wichtigen regulatorischen Schritt im US-Verteidigungsumfeld meldete. Am Ende überwog an der Börse die Skepsis. Die Aktie schloss 4,83% tiefer bei 129,13 US-Dollar.

Wichtige Fakten im Überblick:
- Schlusskurs: 129,13 US-Dollar (-4,83%)
- Handelsvolumen: 73,4 Mio. Aktien
- D.A. Davidson: „Neutral“, Kursziel 180 US-Dollar
- Burry-Szenario: Rückgang bis etwa 46 US-Dollar (rund -66%)

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Burry nimmt die KI-Bewertung ins Visier

Michael Burry veröffentlichte eine ausführliche, klar negative Analyse zur aktuellen KI-Investitionswelle. Im Zentrum stand die Frage, ob die Bewertungen von Softwarefirmen mit KI-Bezug nachhaltig sind. Für Palantir leitete er daraus ein mögliches Abwärtsrisiko von bis zu 66% ab – in Richtung 46 US-Dollar je Aktie.

Als konkrete Punkte nannte Burry unter anderem Risiken rund um die Abschreibung von Rechenzentren sowie die aus seiner Sicht zu hohe Bewertung von KI-integrierten Softwareanbietern. Er schrieb zudem, Palantirs „jüngste Siegesserie“ werde nicht anhalten. Die Reaktion am Markt folgte prompt – auch sichtbar am deutlich erhöhten Handelsvolumen.

Analysten halten dagegen

D.A. Davidson blieb trotz der Short-These bei seiner Einschätzung. Das Haus bestätigte das „Neutral“-Rating und ein Kursziel von 180 US-Dollar. In Burrys Argumentation sahen die Analysten „keinen neuen Grund zur Sorge“.

Zur Begründung verwiesen sie auf Palantirs Positionierung: Das Unternehmen liefere im Gegensatz zu vielen Software-Konkurrenten messbaren Nutzen aus KI in geschäfts- und einsatzkritischen Systemen. Der offene Schlagabtausch zeigt, wie umkämpft die Bewertung von wachstumsstarken KI-Titeln derzeit ist.

DISA erweitert Genehmigungen – Einsatz „am Rand“ möglich

Abseits der Kursdiskussion meldete Palantir am selben Tag einen operativen Fortschritt: Die US Defense Information Systems Agency (DISA) erteilte die Genehmigung zur Ausweitung der vorläufigen Autorisierungen für Federal Cloud Service Forward Level 5 sowie Impact Level 6.

Damit darf Palantir seinen Technologie-Stack inklusive der Artificial Intelligence Platform (AIP) nicht nur in Cloud-Umgebungen, sondern auch „on-premises“ und am „Edge“ ausrollen – also näher an den Einsatzorten und auf unterschiedlichen Hardware-Konfigurationen. Laut Mitteilung erleichtert das der US-Regierung effizientere Multi-Vendor-Architekturen, ein zentraler Baustein moderner Sicherheits- und Verteidigungsoperationen.

Im Hintergrund steht zudem die jüngste Ergebnislage: Palantir hatte zuvor starke Zahlen für das vierte Quartal gemeldet, mit 1,41 Mrd. US-Dollar Umsatz (+70% zum Vorjahr). Besonders auffällig: Der US-Kommerzbereich legte um 137% zu. Für das Gesamtjahr 2026 stellte das Management rund 7,19 Mrd. US-Dollar Umsatz in Aussicht.

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