VW Aktie: Heikle Momentaufnahme?
Volkswagen will die Kosten über alle Marken hinweg deutlich drücken – und zwar um 20% bis Ende 2028. Das klingt nach einem klaren Signal an den Kapitalmarkt, wirft aber intern sofort heikle Fragen auf: Wo soll konkret gespart werden, ohne die Substanz des Konzerns zu beschädigen?
Die Fakten im Überblick
- Geplantes Ziel laut Manager Magazin: 20% Kostensenkungen über alle Marken bis Ende 2028
- Sparprogramm: Mitte Januar von CEO Oliver Blume und CFO Arno Antlitz Top-Führungskräften vorgestellt (vertrauliches Treffen in Berlin)
- Bereits laufend: markenübergreifendes Programm, laut Sprecher Einsparungen im zweistelligen Milliardenbereich erzielt
- Personal: Abbau von rund 35.000 Arbeitsplätzen in Deutschland bis 2030 läuft bereits
- Nächster Termin: 10. März – Update zur Lage auf der Jahrespressekonferenz angekündigt
Warum der Konzern jetzt nachschärft
Der Hintergrund ist ein Mix aus strukturellem Kostendruck und geopolitischem Gegenwind. In China kämpfen deutsche Hersteller mit einem intensiven Preiskrieg gegen lokale Wettbewerber. Gleichzeitig belasten US-Zölle das Exportgeschäft. Volkswagen argumentiert laut Sprecher zudem, man müsse sich so aufstellen, dass sich solcher Gegenwind besser abfedern lässt.
Dazu kommt: Bestimmte Ausgabenblöcke bleiben hoch. Das Manager Magazin nennt hier vor allem Software-Kosten sowie die parallele Entwicklung von Verbrennern und Elektroantrieben. Beides bindet Geld – und verschärft den Druck, an anderer Stelle Effizienz zu heben.
Werksschließungen? Betriebsrat zieht eine Linie
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Wie genau die Einsparungen erreicht werden sollen und wie die Zusammenarbeit der Marken verbessert wird, blieb laut Bericht beim Führungstreffen offen. Im Raum steht aber, dass auch Werksschließungen grundsätzlich ein Thema sein könnten.
Der Betriebsrat stellt dem eine klare Position entgegen. Betriebsratschefin Daniela Cavallo verweist auf eine Vereinbarung von Ende 2024, die Wettbewerbsfähigkeit und sozialverträgliche Maßnahmen verbinden soll. Laut ihrer Stellungnahme sind Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen darin ausdrücklich ausgeschlossen. Genau hier dürfte sich entscheiden, wie „breit“ Volkswagen den Rotstift tatsächlich ansetzen kann.
Am Markt wirkt die Lage derweil eher abwartend: Die Volkswagen-Aktie schloss heute bei 103,20 Euro und liegt damit nahezu auf dem 50-Tage-Durchschnitt. Auffällig ist jedoch der RSI von 27,8, der auf eine kurzfristig stark überverkaufte Phase hindeutet.
Zum nächsten Fixpunkt wird der 10. März: Dann will Oliver Blume auf der Jahrespressekonferenz ein Update geben – und dürfte damit auch konkreter machen müssen, welche Hebel das 20%-Ziel bis 2028 tragen sollen und wie sich das mit den roten Linien aus der Vereinbarung von Ende 2024 vereinbaren lässt.
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