Palantir Aktie: DHS-Deal
Palantir rückt bei US-Sicherheitsbehörden noch stärker ins Zentrum. Ein neuer Rahmenvertrag mit dem Department of Homeland Security (DHS) kann dem Unternehmen über Jahre Aufträge sichern – und das in einer Phase, in der die Aktie trotz guter operativer Nachrichten zuletzt deutlich nachgegeben hat. Entscheidend ist jetzt, wie schnell aus dem Vertrag tatsächlich Umsatz wird.
1 Milliarde Dollar – aber als Rahmen
Kern der Meldung ist ein sogenannter „Blanket Purchase Agreement“ (BPA) über bis zu 1 Mrd. US-Dollar mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Laut den veröffentlichten Vergabeunterlagen umfasst der Rahmen kommerzielle Softwarelizenzen, Wartung und Implementierungsleistungen.
Der Vorteil für Palantir: DHS-Teileinheiten wie Customs and Border Protection (CBP), Immigration and Customs Enforcement (ICE) oder die Transportation Security Administration (TSA) können innerhalb dieses Rahmens einkaufen, ohne dafür jeweils neue, separate Ausschreibungen starten zu müssen – solange die Abrufe unter dem festgelegten Maximalvolumen bleiben.
Wichtig für die Einordnung: Das Geld fließt nicht als Einmalzahlung. Die Finanzierung soll über einzelne „Task Orders“ über die fünf Jahre verteilt werden. Als technische Basis gelten Palantirs Plattformen Gotham und Foundry.
Mehr Türen gehen auf – intern aber Reibung
Nach Angaben von Wired könnte der Rahmen zudem den Weg für eine Ausweitung auf weitere DHS-nahe Behörden ebnen, darunter Secret Service, FEMA und CISA. Palantirs CTO Akash Jain sprach in einer internen E-Mail von einer Grundlage für „das nächste Kapitel“ der Arbeit innerhalb des DHS.
Gleichzeitig fällt der Deal in eine Phase interner Diskussionen: Mitarbeitende äußerten laut Wired erneut Bedenken zur Rolle des Unternehmens bei Einwanderungs- und Abschiebearbeit. Jain habe diese Spannungen in der internen Kommunikation ausdrücklich eingeräumt – besonders mit Blick auf bestehende Arbeit für ICE.
Partnerschaft mit Rackspace – Fokus auf Enterprise-KI
Parallel baut Palantir auch die kommerzielle Reichweite aus. Zusammen mit Rackspace Technology wurde eine strategische Partnerschaft angekündigt, um KI-Projekte in Unternehmen schneller auszurollen. Rackspace soll dabei als Managed-Service-Provider für Foundry und AIP auftreten.
Konkreter Plan aus der Mitteilung: Rackspace hat aktuell 30 Palantir-geschulte Engineers und will innerhalb von zwölf Monaten auf über 250 ausbauen. Das ist ein klarer Hinweis, dass man nicht nur „kooperiert“, sondern Kapazität für echte Implementierungen schaffen will.
Warum die Börse trotzdem zögert
Operativ kommt die Nachricht auf ein bereits starkes Quartal obendrauf. Palantir meldete für Q4 2025 einen Umsatz von 1,41 Mrd. US-Dollar (+70% zum Vorjahr) und lag beim bereinigten Gewinn je Aktie mit 0,25 US-Dollar über der FactSet-Konsensschätzung von 0,23 US-Dollar. Besonders auffällig: Das US-Kommerzgeschäft wuchs um 137% auf 507 Mio. US-Dollar. Dazu kamen Rekordwerte bei Vertragskennzahlen (TCV 4,262 Mrd. US-Dollar; RPO 4,21 Mrd. US-Dollar).
Trotzdem bleibt für den Markt eine praktische Frage: Handelt es sich beim DHS-Rahmen um zusätzliches Geschäft – oder war ein Teil davon faktisch schon im Auftragsbestand sichtbar? Genau diese Unsicherheit kann erklären, warum solche Rahmenmeldungen oft nicht sofort „eins zu eins“ im Kurs ankommen.
Kursseitig zeigt sich das gemischte Bild: Auf 30 Tage steht die Aktie mit -18,91% deutlich unter Druck, obwohl sie in den letzten 7 Tagen +3,72% zulegen konnte. Der RSI liegt bei 78,8, was auf eine kurzfristig sehr starke Bewegung hindeutet.
Im Mai sollen die nächsten Quartalszahlen kommen. Dann wird sich konkreter zeigen, ob und in welchem Tempo aus dem DHS-Rahmen messbare Umsätze über neue Task Orders entstehen – und ob das Wachstum im kommerziellen KI-Geschäft das Momentum aus Q4 bestätigen kann.
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