Der Bitcoin-Kurs zeigt sich am Freitag weiterhin unter Druck. Nach dem Rücksetzer vom Donnerstag notiert die größte Kryptowährung am Morgen bei rund 66.056 Dollar – ein Minus von 2,8 Prozent binnen 24 Stunden. Damit steht der Kurs nahezu 48 Prozent unter seinem Allzeithoch von 126.198 Dollar, das erst im Oktober 2025 erreicht wurde. Die Stimmung am Markt bleibt angespannt.

Der Fear and Greed Index von CoinMarketCap liegt aktuell bei 16 Punkten – ein Wert, der extreme Angst signalisiert. Die Marktkapitalisierung des gesamten Kryptomarktes ist in den vergangenen 24 Stunden um 2,1 Prozent auf 2,3 Billionen Dollar gefallen. Auch das Handelsvolumen gibt nach: Es sank um 24 Prozent auf 103 Milliarden Dollar. Nur 14 der Top-100-Kryptowährungen konnten über Nacht mehr als ein Prozent zulegen.

ETF-Zuflüsse schwächeln deutlich

Besonders aufschlussreich: Die Zuflüsse in US-amerikanische Bitcoin-Spot-ETFs brachen am Donnerstag ein. Nach 507 Millionen Dollar am Mittwoch kamen nur noch 254 Millionen Dollar hinzu. Der iShares Bitcoin Trust führte die Liste mit 276 Millionen Dollar Zuflüssen an, während Fidelitys FBTC 52 Millionen Dollar Abflüsse verzeichnete. ARK 21Shares verlor weitere 45 Millionen Dollar. Das institutionelle Interesse scheint vorübergehend nachzulassen.

Seit Jahresbeginn steht Bitcoin mit einem Minus von rund 24,5 Prozent deutlich im Minus. Auch auf Wochensicht verlor die Kryptowährung 2,2 Prozent. Der schwache Dollar, fallende Anleiherenditen und ein unsicheres Umfeld an der Wall Street belasten die Risikobereitschaft der Anleger spürbar.

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JPMorgan sieht Aufwärtspotenzial durch US-Gesetz

Doch es gibt auch einen Hoffnungsschimmer. Laut einem Bericht von Bloomberg geht JPMorgan davon aus, dass ein mögliches US-Marktstrukturgesetz den Kryptomarkt 2026 neu beleben könnte. Der sogenannte "Clarity Act" würde regulatorische Klarheit schaffen und institutionelle Investoren stärker in Bitcoin, Stablecoins und digitale Assets bringen. Die Analysten der Bank sehen erhebliches Aufwärtspotenzial – vorausgesetzt, der Kongress stimmt dem Gesetz zu.

Auch in Lateinamerika zeigt sich, wie stark die Nachfrage nach digitalen Dollar-Alternativen ist. Überweisungen in die Region erreichten 2023 rund 156 Milliarden Dollar. Etwa ein Viertel der Erwachsenen bleibt ohne Bankkonto, was die Nachfrage nach Stablecoins und Krypto-Wallets befeuert. In Hochinflationsländern wie Argentinien oder Venezuela suchen Unternehmen und Privatpersonen zunehmend nach dollarisierten digitalen Lösungen – ein Umfeld, das Bitcoin langfristig zugutekommen könnte.

Kurzfristig bleibt die Lage jedoch angespannt. Der Markt wartet auf neue Impulse, während die technische Unterstützung auf dem Prüfstand steht.

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