Oracle steht vor einem drastischen Umbau. Der Software- und Cloudkonzern plant offenbar den Abbau Tausender Stellen – und das ausgerechnet in einer Phase, in der das Unternehmen Milliarden in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur steckt. Die Rechnung für das aggressive Wachstum wird jetzt präsentiert.

Bis zu 30.000 Jobs auf der Kippe

Laut Bloomberg bereitet Oracle umfangreiche Entlassungen vor, die möglicherweise noch in diesem Monat beginnen. Branchenquellen sprechen von bis zu 30.000 betroffenen Positionen – eine Zahl, die mehrere Geschäftsbereiche umfassen soll. Parallel dazu hat das Unternehmen intern angekündigt, offene Stellen in der Cloud-Sparte zu überprüfen und faktisch einen Einstellungsstopp verhängt.

Der Hintergrund: Oracle hat massiv in den Bau neuer Rechenzentren investiert, um KI-Workloads zu bewältigen. Standorte in Texas, Wisconsin und New Mexico verschlingen Milliarden. Die Gesamtverschuldung liegt mittlerweile bei über 100 Milliarden Dollar. Allein die Restrukturierung im laufenden Geschäftsjahr soll das Unternehmen rund 1,6 Milliarden Dollar kosten – hauptsächlich für Abfindungen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Oracle?

Um die Expansion weiter zu finanzieren, kündigte Oracle im vergangenen Monat an, in diesem Jahr bis zu 50 Milliarden Dollar durch Fremd- und Eigenkapital aufnehmen zu wollen.

Stargate-Projekt gestoppt

Zusätzlich haben Oracle und OpenAI Pläne für eine Erweiterung ihres gemeinsamen Rechenzentrums in Abilene, Texas, auf Eis gelegt. Das Projekt, Teil der sogenannten „Stargate"-Initiative, scheiterte an stockenden Verhandlungen über Finanzierungsbedingungen und veränderte Anforderungen an die Rechenkapazität. Die bestehende Vereinbarung bleibt zwar bestehen, doch der Stopp zeigt, wie komplex und kapitalintensiv derartige Großprojekte sind.

Quartalszahlen als Lackmustest

Am 10. März legt Oracle die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Analysten erwarten Gesamtumsätze von rund 16,89 Milliarden Dollar. Gleichzeitig rückt die Frage in den Vordergrund, ob die enormen Investitionen in absehbarer Zeit durch entsprechende Umsätze gedeckt werden können. Der freie Cashflow könnte in den kommenden Jahren negativ ausfallen.

Positiv bleibt der Auftragsbestand: Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen lagen zuletzt bei einem Rekordwert von 523,3 Milliarden Dollar – ein Anstieg um 433 Prozent im Jahresvergleich. Diese langfristigen Verträge, vor allem mit großen KI-Entwicklern, sichern Oracle perspektivisch Einnahmen. Kurzfristig jedoch zwingt der Kapitalbedarf das Unternehmen zu harten Einschnitten.

Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 08. März liefert die Antwort:

Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 08. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...