Oracle steht unter massivem Druck. Nach einem Kursverlust von über 20 Prozent im laufenden Jahr blicken Anleger nervös auf die Quartalszahlen am kommenden Dienstag. Während das Auftragsbuch dank des KI-Booms aus allen Nähten platzt, sorgen explodierende Kosten und eine gigantische Schuldenlast für tiefe Verunsicherung an der Wall Street.

Die Last der hohen Kosten

Die Talfahrt der Aktie ist beachtlich: Vom 52-Wochen-Hoch im September hat sich der Kurs mehr als halbiert, am Freitag schloss das Papier bei 131,68 Euro. Der Grund für die Skepsis liegt weniger in der Nachfrage als in der Bilanzstruktur. Die aggressive Expansion im Bereich der Künstlichen Intelligenz verschlingt Milliarden. Investoren fürchten, dass die hohen Ausgaben für Rechenzentren und die tiefe Integration mit OpenAI die Profitabilität dauerhaft belasten könnten.

Dazu kommt eine warnende Entwicklung bei der Finanzierung. Dass Partner wie Blue Owl zuletzt bei der Finanzierung bestimmter Großprojekte zögerten und auf ungünstigere Leasingkonditionen sowie die hohe Verschuldung verwiesen, werten Marktbeobachter als Alarmsignal. Oracle sitzt auf einem Schuldenberg von über 100 Milliarden US-Dollar, begleitet von einem zuletzt negativen Free Cash Flow.

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Rekordaufträge als Hoffnungsträger

Doch es gibt ein starkes Gegenargument der Bullen: Das Wachstum ist real. Analysten erwarten für das dritte Quartal einen Umsatzsprung von rund 20 Prozent auf 16,9 Milliarden US-Dollar. Im Fokus steht dabei die Cloud-Sparte, für die Oracle selbst Wachstumsraten von bis zu 44 Prozent in Aussicht gestellt hat.

Noch beeindruckender ist der Blick in die Zukunft. Die noch nicht abgerechneten vertraglichen Verpflichtungen (RPO) sind im Vergleich zum Vorjahr um spektakuläre 433 Prozent auf 523,3 Milliarden US-Dollar explodiert. Großkunden wie Meta und Nvidia sichern sich massiv Kapazitäten. Die entscheidende Frage ist nun, ob Oracle diese Aufträge schnell und profitabel genug abarbeiten kann.

Experten sind gespalten

Diese Diskrepanz zwischen Auftragslage und Finanzierungssorgen spaltet die Analystengemeinde vor dem 10. März extrem. Während RBC Capital vorsichtig bleibt und das Kursziel senkte, sehen Häuser wie Oppenheimer und Evercore ISI die aktuellen Kurse als klare Einstiegschance. Sie argumentieren, dass die starke Positionierung im KI-Wettbewerb die kurzfristigen Bilanzsorgen überwiegt.

Ausblick: Volatilität garantiert

Der kommende Dienstag wird die Richtung vorgeben. Angesichts der historischen Schwankungsbreite bei Oracle – nach vergangenen Zahlen gab es teils Ausschläge von über 30 Prozent – dürften die Ergebnisse eine sofortige Neubewertung auslösen. Gelingt es dem Management, glaubwürdig darzulegen, wie der Infrastruktur-Ausbau ohne weitere Verschuldungsexzesse finanziert wird, könnte eine Bodenbildung einsetzen. Enttäuscht hingegen der Ausblick auf den Cashflow, droht der nächste Abverkauf.

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