Oracle Aktie: Tausende Jobs vor dem Aus
Oracle steht eine entscheidende Woche bevor. Berichte über massive Stellenstreichungen und wachsende Sorgen um die Finanzierung der KI-Infrastruktur belasten den Software-Riesen schwer. Während das Unternehmen Milliarden in den Ausbau von Rechenzentren investiert, fragen sich Anleger vor den anstehenden Quartalszahlen: Kann Oracle diesen kostspieligen Spagat meistern oder droht eine finanzielle Überdehnung?
Massiver Umbau für die KI-Zukunft
Laut Insider-Berichten von Bloomberg bereitet der Konzern einen der einschneidendsten Stellenabbaue seiner Geschichte vor. Tausende Positionen könnten quer durch das Unternehmen gestrichen werden, erste Kündigungen sollen bereits in diesem Monat erfolgen. Der Schritt zielt darauf ab, Kosten zu senken und Ressourcen neu zu verteilen.
Die Ironie dabei ist unübersehbar: Während Oracle Stellen in traditionellen Bereichen abbaut, verschlingt der Aufbau der KI-Infrastruktur gigantische Summen. Analysten warnen, dass die Ausgaben für neue Rechenzentren den Cashflow in den kommenden Jahren ins Negative drücken könnten, bevor sich die Investitionen ab 2030 auszahlen. Bereits im September hatte Oracle Restrukturierungskosten von bis zu 1,6 Milliarden US-Dollar angekündigt.
Zahlenwerk unter der Lupe
Am Dienstag, den 10. März, wird es ernst: Nach Börsenschluss präsentiert Oracle seine Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026. Die Erwartungen an das Wachstum sind trotz der Sparmaßnahmen hoch. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Umsatzanstieg von rund 20 Prozent auf 16,9 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von 1,71 US-Dollar.
Besonders im Fokus steht die Cloud-Sparte. Das Management hatte hier ein währungsbereinigtes Wachstum von 37 bis 41 Prozent in Aussicht gestellt. Doch reine Umsatzzahlen werden diesmal kaum ausreichen, um die Skeptiker zu beruhigen. Der Markt verlangt Beweise, dass die aggressive Expansion – inklusive der 300-Milliarden-Dollar-Partnerschaft mit OpenAI – finanziell tragfähig bleibt.
Analysten werden vorsichtiger
Die Aktie spiegelt die Unsicherheit der Investoren deutlich wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 22 Prozent an Wert verloren. RBC Capital reagierte kürzlich und senkte das Kursziel von 195 auf 160 US-Dollar, behielt aber die Einstufung "Hold" bei. Als Begründung führte Analyst Rishi Jaluria Bedenken hinsichtlich der Finanzierbarkeit der riesigen "Stargate"-Verpflichtungen an.
Trotz der kurzfristigen Belastungen und der geplanten Kapitalaufnahme von bis zu 50 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr bleiben viele Marktbeobachter langfristig optimistisch. Die Mehrheit der Analysten empfiehlt die Aktie weiterhin zum Kauf, gestützt durch den massiven Auftragsbestand, der im zweiten Quartal um 438 Prozent auf 523 Milliarden US-Dollar explodierte.
Abseits der Finanzdebatten konnte Oracle zumindest eine positive Partnerschaft vermelden: Die Zusammenarbeit mit dem Formel-1-Weltmeisterteam Red Bull Racing wurde verlängert und ausgeweitet, wobei der Fokus künftig noch stärker auf KI-gestützten Rennstrategien liegt.
Der kommende Dienstag wird die Richtung für die Aktie vorgeben. Anleger erwarten vom Management im "Earnings Call" konkrete Details dazu, wie der Spagat zwischen aggressivem KI-Ausbau und finanzieller Disziplin gelingen soll. Nur wenn Oracle glaubhaft darlegt, dass die geplanten Milliarden-Investitionen und der harte Stellenabbau die Profitabilität zeitnah sichern, dürfte das Vertrauen an der Wall Street zurückkehren.
Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 07. März liefert die Antwort:
Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








