Der Kurssturz der Circus-Aktie auf neue Jahrestiefs hält Insider offenbar nicht vom Nachkaufen ab. Während die Aktie 71 Prozent unter ihrem Jahreshoch notiert, greifen Führungskräfte des Hamburger KI-Robotik-Unternehmens zu – und halten gleichzeitig an einer Umsatzprognose fest, die einen Sprung um das 200-Fache vorsieht.

Verwaltungsratschef kauft bei 7,26 Euro

Ende Februar meldete Dr. Jan-Christian Heins, Verwaltungsratschef von Circus, den Kauf eigener Aktien zu 7,26 Euro. Das Volumen lag bei rund 10.000 Euro. Bereits Ende Januar und Anfang Februar hatte es mehrere Zukäufe über eine CEO-nahe Beteiligungsgesellschaft gegeben. Die Transaktionen erfolgten in einer Phase, in der die Aktie kontinuierlich unter Druck stand und schließlich auf 6,86 Euro fiel.

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Solche Directors' Dealings sind zunächst Tatsachen, keine Garantien. Doch das Muster wiederholter Käufe aus dem Management-Umfeld ist bemerkenswert – gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Geschäftszahlen.

Von 250.000 Euro auf 50 Millionen Euro?

Die 2025er-Zahlen zeigen die frühe Phase des Geschäftsmodells deutlich: 0,25 Millionen Euro Umsatz stehen einem operativen Verlust von knapp 15 Millionen Euro gegenüber. Für 2026 stellt das Management nun Erlöse zwischen 44 und 55 Millionen Euro in Aussicht. Das EBITDA soll sich auf minus 6 bis minus 8 Millionen Euro verbessern.

Der Plan fußt auf zwei Säulen: mehr Auslieferungen des Kochroboters CA-1 und ein steigender Anteil wiederkehrender Software-Erlöse über die CircusOS-Plattform. Ob diese Rechnung aufgeht, entscheidet sich in den kommenden Monaten.

Bundeswehr, REWE und Mercedes als Testfelder

Seit Januar liefert Circus autonome Versorgungssysteme an die Bundeswehr – der CA-1 läuft unter dem Label „Circus Defence" in ausgewählten Kasernen. Ein weiteres Rahmenabkommen besteht mit BRAVE1, einer ukrainischen Plattform für Verteidigungstechnologie.

Im zivilen Bereich testet REWE das System in einem achtmonatigen Pilotprojekt in Düsseldorfer Filialen. Eine Entscheidung über eine breitere Integration fällt erst nach Auswertung der Kundenbefragungen. Ab Sommer 2026 soll zudem die Werkskantine von Mercedes-Benz in Sindelfingen beliefert werden.

Circus nennt zudem über 8.000 Vorbestellungen mit einem theoretischen Volumen von mehr als 1,6 Milliarden Euro. Entscheidend ist die Einschränkung: Ob daraus zahlungswirksame Aufträge werden, hängt von den laufenden Pilotprojekten ab.

Finanzierung bleibt offen

Für die Finanzierung der Systeme beim Kunden kooperiert Circus mit MMV Leasing, einer LBBW-Tochter. Der Start ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Parallel prüft das Unternehmen zusätzliches Wachstumskapital – ob Eigen- oder Fremdkapital, in welchem Umfang und zu welchem Zeitpunkt, bleibt offen.

Die Pilotphasen der kommenden Monate werden zeigen, ob die Prognose mehr ist als eine ambitionierte Rechnung. Bis dahin bleibt die Finanzierungsfrage das zentrale Risiko für die weitere Entwicklung.

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