Oracle Aktie: Sparkurs und Projekt-Stopp
Oracle steht kurz vor den Quartalszahlen unter massivem Druck. Das geplante KI-Rechenzentrum mit OpenAI in Texas ist offiziell vom Tisch, gleichzeitig kündigt der Software-Riese einen umfassenden Stellenabbau an, um die angespannte Kasse zu entlasten. Anleger fragen sich nun: Wie teuer wird die aggressive Cloud-Expansion wirklich und kann das Management die Kosten in den Griff bekommen?
Absage in Texas und Stellenabbau
Die ehrgeizigen Pläne für ein Flaggschiff-Rechenzentrum in Abilene, Texas, sind Geschichte. Berichten zufolge scheiterten die Verhandlungen zwischen Oracle und OpenAI an Finanzierungsfragen und sich ändernden Projektanforderungen. Diese Nachricht belastete den Kurs im späten Freitagshandel und drückte die Aktie auf rund 131,68 Euro.
Parallel dazu reagiert das Management auf einen Liquiditätsengpass mit harten Einschnitten beim Personal. Um die aggressiven Investitionen in Cloud-Anlagen auszugleichen, stehen weitreichende Entlassungen bevor, die laut Berichten über das übliche Maß hinausgehen sollen. Betroffen sind vor allem Positionen, die durch Automatisierung weniger kritisch geworden sind. Zudem gilt in der Cloud-Sparte nach internen Prüfungen ein umfassender Einstellungsstopp.
Die Kosten der Expansion
Hintergrund der Restrukturierung ist der enorme Kapitalbedarf für den Infrastruktur-Ausbau. Im vergangenen Quartal beliefen sich die Investitionsausgaben auf rund 12 Milliarden Dollar, was zu einem negativen Free Cash Flow von 10 Milliarden Dollar führte. Diese Strategie hat deutliche Spuren in der Bilanz hinterlassen: Die Gesamtverschuldung summierte sich im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 auf rund 108,1 Milliarden Dollar.
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Trotz der finanziellen Anspannung ist der Ausbau durch eine massive Nachfrage getrieben. Der Auftragsbestand (Remaining Performance Obligations) schwoll zuletzt auf 523 Milliarden Dollar an, während die Cloud-Umsätze um 68 Prozent zulegten. Um diese Kapazitäten zu finanzieren, plant das Unternehmen, im laufenden Jahr bis zu 50 Milliarden Dollar durch Fremd- und Eigenkapitalmaßnahmen aufzunehmen.
Analysten senken den Daumen
Im Vorfeld der Quartalszahlen reagieren Finanzinstitute mit Vorsicht auf die steigenden Kapitalanforderungen und Ausführungsrisiken. Mehrere Häuser korrigierten ihre Kursziele nach unten:
* Citigroup senkte das Ziel auf 310 Dollar.
* TD Cowen reduzierte auf 250 Dollar.
* Evercore ISI ging auf 220 Dollar zurück.
* RBC Capital Markets sieht das Ziel nun bei nur noch 160 Dollar und verweist auf Risiken bei Großprojekten.
Am kommenden Dienstag, den 10. März, wird Oracle seine Bücher für das dritte Quartal öffnen. Dann wird sich zeigen, ob der Spagat zwischen Rekordnachfrage und Kostenkontrolle gelingt oder ob die Schuldenlast die Wachstumsträume weiter ausbremst.
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