Oracle steht vor einer Woche der Entscheidungen. Während das Unternehmen Tausende Stellen streicht, um sein kostspieliges KI-Datacenter-Programm zu finanzieren, rücken am Dienstag die Quartalszahlen in den Fokus. Die Aktie hat seit Jahresbeginn bereits über ein Fünftel an Wert verloren – nun könnte sich zeigen, ob die milliardenschwere Wette auf künstliche Intelligenz aufgeht.

Stellenabbau im großen Stil

Oracle plant nach Informationen von Insidern einen umfassenden Personalabbau, der noch in diesem Monat umgesetzt werden könnte. Betroffen sind mehrere Geschäftsbereiche, wobei das Management gezielt Positionen abbauen will, die durch den Einsatz von KI-Automatisierung künftig weniger benötigt werden. Die Maßnahme steht in direktem Zusammenhang mit der aggressiven Expansion im KI-Datacenter-Geschäft.

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Neu ist diese Strategie nicht: Bereits im September kündigte Oracle in einer Pflichtmitteilung die größte Umstrukturierung der Unternehmensgeschichte an. Die erwarteten Kosten belaufen sich auf bis zu 1,6 Milliarden US-Dollar – deutlich mehr als bei früheren Restrukturierungen.

Quartalszahlen mit Sprengkraft

Am Dienstag, den 10. März, legt Oracle nach Börsenschluss die Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 1,70 US-Dollar bei einem Umsatz von 16,91 Milliarden US-Dollar. Im Mittelpunkt steht die Oracle Cloud Infrastructure (OCI), deren Wachstumsdynamik entscheidend für die weitere Entwicklung im laufenden und kommenden Geschäftsjahr sein wird.

Das Management hatte im zweiten Quartal IaaS-Erlöse von 18 Milliarden US-Dollar für das Geschäftsjahr 2026 und 32 Milliarden für 2027 in Aussicht gestellt – vorausgesetzt, der physische Infrastruktur-Ausbau verläuft planmäßig. Die Vergangenheit zeigt: Oracle-Zahlen sorgen für heftige Kursbewegungen. Während die Aktie nach den Q1-Zahlen im September 2025 um knapp 36 Prozent zulegte, folgte nach den Q2-Ergebnissen im Dezember ein Rückschlag von über zehn Prozent.

Stargate-Projekt weckt Zweifel

Der Auftragsbestand erreichte im zweiten Quartal mit 523 Milliarden US-Dollar einen Rekordwert – ein Anstieg von 438 Prozent im Jahresvergleich. Ein erheblicher Teil davon entfällt auf die Partnerschaft mit OpenAI im Rahmen des über 300 Milliarden schweren Stargate-Projekts.

Doch es mehren sich kritische Stimmen zur Umsetzung. Ende Februar berichtete The Information, das Joint Venture verfüge nur über minimale Personalstärke und kontrolliere keine eigenen Rechenzentren. Die Aktie verlor daraufhin sechs Prozent. Hinzu kommt die Schuldenlast: Oracle hat bereits mehr als 100 Milliarden US-Dollar Verbindlichkeiten angehäuft und plant, 2026 weitere 45 bis 50 Milliarden aufzunehmen.

RBC-Analyst Rishi Jaluria stufte die Aktie kürzlich mit "Hold" ein und senkte das Kursziel von 195 auf 160 US-Dollar. Seine Begründung: Zweifel an der Finanzierungsfähigkeit der Stargate-Verpflichtungen und Umsetzungsrisiken trotz der angekündigten Kapitalerhöhung.

Ausblick: Entscheidungswoche

Die Quartalszahlen am 10. März werden zeigen müssen, ob Oracle die hochgesteckten Erwartungen an den Cloud-Ausbau erfüllen kann. Investoren erwarten konkrete Updates zur OCI-Kapazitätserweiterung und zum Stargate-Projekt. Trotz der Kurskorrektur bleibt die Mehrheit der Analysten optimistisch: 25 von 31 Experten empfehlen die Aktie zum Kauf, sechs raten zum Halten.

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