Oracle Aktie: Überraschende TikTok-Daten
Oracle Aktie: Entwarnung oder Falle? – Neue Daten zum umstrittenen TikTok-Joint-Venture sorgen für Aufsehen. Während die operative Lage deutlich stabiler ist als befürchtet, reagiert der Aktienkurs weiter mit Verlusten. Anleger stehen vor einem Rätsel: Überwiegen die enormen Kosten für die KI-Infrastruktur die positiven Nachrichten?
Die Sorgen um einen Massenexodus bei TikTok waren offenbar unbegründet. Laut neuen Zahlen des Marktforschungsunternehmens Sensor Tower, die am 16. Februar 2026 veröffentlicht wurden, hat das neu formierte "TikTok USDS Joint Venture" die anfänglichen Turbulenzen überstanden. Oracle hält an dieser US-Einheit, die über 200 Millionen amerikanische Nutzer bedient, eine Beteiligung von 15 Prozent.
Nutzerbasis trotzt der Unsicherheit
Die Befürchtungen, dass Nutzer der Plattform nach der Ankündigung des Joint Ventures am 23. Januar den Rücken kehren würden, haben sich nicht bewahrheitet. Daten zufolge liegen die täglich aktiven Nutzerzahlen in den USA bei rund 95 Prozent des Niveaus vor der Umstellung.
Das Joint Venture entstand als Reaktion auf eine Anordnung von Präsident Donald Trump, die eine Abspaltung des US-Geschäfts vom chinesischen Mutterkonzern ByteDance forderte. In der neuen Struktur verbleiben 19.9 Prozent bei ByteDance, während Oracle, Silver Lake und das in Abu Dhabi ansässige Unternehmen MGX jeweils 15 Prozent halten. Oracle übernimmt dabei nicht nur die Rolle des Anteilseigners, sondern verantwortet auch das Training und Testen der Algorithmen in seiner Cloud-Umgebung – ein Punkt, der politisch weiterhin genau beobachtet wird.
Kursrutsch trotz Stabilität
Die Börse zeigt sich von den stabilen Nutzerzahlen jedoch unbeeindruckt. Die Oracle-Aktie schloss am gestrigen Dienstag bei 153,97 US-Dollar, was einem Tagesverlust von 3,85 Prozent entspricht. Der Titel hat sich damit weit von seinem Allzeithoch entfernt, das noch im September 2025 bei knapp 346 US-Dollar markiert wurde.
Verantwortlich für den anhaltenden Druck sind vor allem Bedenken hinsichtlich der aggressiven Ausgabenpolitik. Oracle plant, im laufenden Kalenderjahr 45 bis 50 Milliarden US-Dollar an frischem Kapital aufzunehmen, um den massiven Ausbau der Oracle Cloud Infrastructure (OCI) zu finanzieren. Zwar verweist das Management auf die hohe Nachfrage von Großkunden wie AMD, Meta, NVIDIA und OpenAI, doch die Finanzierungslast drückt auf die Stimmung.
Günstige Bewertung mit Risiken
Aus Bewertungssicht könnte das aktuelle Niveau für mutige Anleger interessant sein. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 22 auf Basis der Gewinnschätzungen handelt Oracle deutlich günstiger als Konkurrenten wie Microsoft oder Amazon, deren KGV zwischen 24 und 27 liegt.
Das Risiko liegt jedoch in der Konzentration: Ein erheblicher Teil des im zweiten Quartal 2026 gemeldeten Auftragsbestands von 523 Milliarden US-Dollar entfällt auf den Vertrag mit OpenAI. Sollte es hier zu Verzögerungen kommen, stünde diese Bewertung schnell wieder in Frage. Die weitere Kursentwicklung dürfte maßgeblich davon abhängen, wie effizient Oracle das aufgenommene Kapital in profitables Wachstum ummünzen kann.
Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 18. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








