Oracle Aktie: Klagen eskalieren
Oracle steht unter Druck. Während die Aktie in der vergangenen Woche deutlich zulegen konnte, häufen sich die rechtlichen Probleme. Gleich mehrere Kanzleien haben zwischen dem 15. und 16. Februar 2026 Sammelklagen gegen den Technologiekonzern angekündigt. Der Vorwurf: Oracle habe Investoren über die tatsächlichen Risiken seiner KI-Strategie im Unklaren gelassen.
Die Vorwürfe im Detail
Am 16. Februar reichte die Kanzlei Bronstein, Gewirtz & Grossman eine Sammelklage ein. Einen Tag zuvor hatte bereits Pomerantz LLP einen ähnlichen Schritt angekündigt. Im Kern geht es um den Zeitraum zwischen Juni und Dezember 2025. Die Kläger werfen Oracle vor, die finanziellen Belastungen durch massive Investitionen in KI-Infrastruktur verschleiert zu haben.
Konkret bemängeln die Klagen, dass Oracle aggressive Kapitalausgaben (CapEx) getätigt habe, ohne dass die versprochenen Umsatzsteigerungen eintraten. Dies habe sowohl den freien Cashflow als auch die Verschuldung negativ beeinflusst – weit stärker als gegenüber dem Markt kommuniziert.
Auslöser der Klagen sind die Quartalszahlen vom 10. Dezember 2025. Damals meldete Oracle einen negativen freien Cashflow von über 10 Milliarden Dollar und hob die CapEx-Prognose für das Geschäftsjahr 2026 auf 50 Milliarden Dollar an. Zusätzlich zog sich der Finanzier Blue Owl Capital im Dezember aus einem 10-Milliarden-Dollar-Projekt zurück. Die Frist für Anleger, sich als Hauptkläger zu melden, endet am 6. April 2026.
Rallye trotz Gegenwind
Ungeachtet der juristischen Auseinandersetzungen legte die Oracle-Aktie in der Woche bis zum 16. Februar zwischen 9,6 und 12 Prozent zu. Damit entwickelte sich der Titel deutlich besser als die Konkurrenz aus dem Tech-Sektor.
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Treiber war die Nachricht vom 11. Februar: Die Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) wählten Oracle Cloud Infrastructure (OCI) für ein umfassendes Modernisierungsprojekt aus. Die Migration betrifft Systeme, die über 150 Millionen Amerikaner nutzen. Marktbeobachter werten den Auftrag als wichtigen Erfolg für Oracle – nicht zuletzt als Bestätigung der 28-Milliarden-Dollar-Übernahme von Cerner.
Zusätzlichen Auftrieb gab eine Hochstufung durch D.A. Davidson vom 9. Februar. Die Analysten hoben ihre Empfehlung auf "Buy" an und nannten ein Kursziel von 180 Dollar. Als Begründung verwiesen sie auf Oracles wachsende Stärke im öffentlichen Sektor.
Durchwachsenes Gesamtbild
Während Oracle zuletzt Boden gutmachen konnte, bleibt die Jahresbilanz 2026 negativ. Per 16. Februar steht ein Minus von rund 17,6 Prozent zu Buche. Auch Wettbewerber wie Amazon und Microsoft notieren deutlich unter ihren jüngsten Höchstständen.
Die Softwarebranche kämpft derzeit mit den Folgen hoher KI-Investitionen. Die Infrastrukturkosten belasten die Margen, während die erhofften Umsatzsprünge auf sich warten lassen. Der CMS-Auftrag verschafft Oracle eine kurzfristige Atempause – die juristischen Auseinandersetzungen dürften das Unternehmen jedoch noch Monate begleiten. Bis zum 6. April läuft die Frist für die Sammelklagen.
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