Oracle Aktie: Klagewelle
Nach dem Feiertag in den USA rücken mehrere Securities-Fraud-Klagen gegen Oracle in den Fokus. Gleich mehrere Anwaltskanzleien – darunter Kessler Topaz Meltzer & Check und Bleichmar Fonti & Auld – erinnerten Investoren am 16. und 17. Februar an die Frist für Anträge als Hauptkläger: 6. April 2026.
Im Kern geht es um den Vorwurf, das Management habe Anleger über Zeitrahmen und Umsatzkonversion der KI-Infrastruktur getäuscht. Die Kläger monieren: Oracle habe eine aggressive Kapitalausgaben-Strategie von bis zu 50 Milliarden Dollar für das Geschäftsjahr 2026 angekündigt, ohne die Risiken für den freien Cashflow ausreichend offenzulegen. Diese Diskrepanz zwischen Investitionen und unmittelbarer Umsatzgenerierung habe Ende 2025 zu Kursturbulenzen beigetragen.
Zentrale Fakten im Überblick:
- Aktuelle Lage: Märkte nach Presidents' Day wieder geöffnet
- Letzter Schlusskurs: 160,14 Dollar (13. Februar)
- Klagefrist: 6. April 2026
- Hauptvorwurf: Irreführende Angaben zu KI-Investitionen
- Finanzierungsplan: 45-50 Milliarden Dollar für 2026 geplant
Institutionelle Investoren uneinig
Neue SEC-Meldungen vom Wochenende zeigen gemischte Signale. Cardano Risk Management stockte seine Position um rund 9.900 Aktien auf – ein Vertrauensvotum für die langfristige Cloud-Strategie. Crestwood Advisors Group dagegen reduzierte seinen Anteil im Berichtszeitraum um etwa 5,3 Prozent.
Regierungsaufträge als Kurstreiber
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Die rechtlichen Auseinandersetzungen folgen paradoxerweise auf eine starke Vorwoche. Bis zum 13. Februar legte die Aktie deutlich zu, getrieben von zwei Großaufträgen im öffentlichen Sektor.
Der wichtigste Deal: Die Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) beauftragten Oracle mit der Modernisierung von IT-Systemen für über 150 Millionen Amerikaner. Zusätzlich vergab die US Air Force einen 88-Millionen-Dollar-Vertrag zur Unterstützung des Cloud-One-Modernisierungsprogramms bis 2028.
Spagat zwischen Wachstum und Finanzierung
Investoren wägen derzeit operativen Erfolg gegen Kapitalbedarf ab. Anfang Februar kündigte Oracle an, zwischen 45 und 50 Milliarden Dollar durch Fremd- und Eigenkapital aufnehmen zu wollen. Das Geld soll in den Ausbau der Oracle Cloud Infrastructure (OCI) fließen, um die Nachfrage von KI-Kunden wie OpenAI und xAI zu bedienen.
Die Entwicklung bleibt zweischneidig: Während die Regierungsaufträge Oracles Position im Cloud-Markt festigen, wird der Konzern seine ambitionierte Investitionsstrategie gegenüber Anlegern und Gerichten rechtfertigen müssen. Die nächsten Wochen bis zur Klagefrist könnten weitere Details ans Licht bringen.
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