SentinelOne Aktie: KI-Sorgen belasten
Ist das bewährte SaaS-Modell am Ende? Anleger reagierten gestern nervös auf die rasante Entwicklung autonomer KI-Agenten, die herkömmliche Lizenzgebühren pro Mitarbeiter infrage stellen könnten. SentinelOne geriet dabei im Sog eines schwachen Sektors unter Verkaufsdruck, obwohl das Unternehmen operativ weiter wächst.
- Kursrückgang von 3,7 % am Dienstag.
- Sektorweite Skepsis gegenüber „Per-Seat“-Lizenzmodellen belastet Software-Titel.
- Umsatzwachstum von 23 % im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026.
- Erweiterung der Plattform um Data Security Posture Management (DSPM).
Sektor unter Druck
Ein breiter Ausverkauf im Software-Sektor drückte den Kurs von SentinelOne am Dienstag auf rund 13,38 US-Dollar. Marktbeobachter werten dies als Reaktion auf den rasanten Fortschritt autonomer KI-Agenten. Diese Software-Systeme können komplexe Aufgaben zunehmend selbstständig ausführen, was den Bedarf an klassischen, nach Mitarbeiterzahl abgerechneten Abonnements verringern könnte. Dieser Trend erfasste auch andere Branchengrößen wie Salesforce oder Zoom und belastete den entsprechenden Branchen-ETF (iShares Expanded Tech-Software) spürbar.
Strategische Antwort auf KI-Risiken
Trotz der aktuellen Skepsis positioniert sich SentinelOne aktiv, um genau die Technologien abzusichern, die derzeit für Verunsicherung sorgen. Das Unternehmen erweiterte seine Singularity-Plattform im Februar um das sogenannte Data Security Posture Management (DSPM). Dieser Schritt zielt darauf ab, den gesamten Lebenszyklus von KI-Modellen zu schützen – von der Datenaufnahme bis zur Ausführung. Damit adressiert das Management die wachsende Notwendigkeit für Unternehmen, sensible Daten innerhalb ihrer KI-Pipelines vor Lecks oder Manipulationen zu bewahren.
Operative Kennzahlen im Fokus
Während die Aktie auf Jahressicht rund 45 % an Wert verlor, zeigen die Geschäftszahlen eine andere Dynamik. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 23 % auf 258,9 Millionen US-Dollar. Zudem erzielte das Unternehmen eine positive bereinigte Nettogewinnmarge von 10 %. Besonders die Basis der Großkunden, die jährlich mehr als 100.000 US-Dollar einbringen, wuchs um 20 % auf 1.572 Klienten.
Analysten bleiben für den Titel trotz der jüngsten Volatilität überwiegend optimistisch. Der Konsens von 31 Expertenbewertungen liegt bei „Moderate Buy“. Mit einem durchschnittlichen Kursziel von 21,72 US-Dollar sehen die Fachleute erhebliches Aufwärtspotenzial im Vergleich zum aktuellen Kursniveau.
Die fundamentale Richtung wird sich am 12. März klären, wenn SentinelOne die nächsten Quartalszahlen vorlegt. Bis dahin stützt das Marktumfeld für moderne Sicherheitssysteme (SIEM) die langfristigen Aussichten: Experten prognostizieren für diesen Bereich bis 2029 ein jährliches Wachstum von durchschnittlich 13,7 %. Entscheidend für die Aktie wird sein, ob das Unternehmen beweisen kann, dass seine KI-Sicherheitslösungen die potenziellen Verluste im klassischen Lizenzgeschäft mehr als kompensieren.
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