Die Oracle-Aktie legte in dieser Woche fast 10% zu. Auslöser waren ein Großauftrag der US-Gesundheitsbehörde CMS und ein Analyst-Upgrade. Damit erlebt der Konzern eine seiner stärksten Handelsperioden des Jahres 2026 – nach zuvor schwachem Jahresstart.

Wichtige Eckdaten:
- CMS-Cloud-Vertrag für 150 Millionen Versicherte
- Luftwaffen-Auftrag über 88 Millionen Dollar
- Wochenperformance: +9,6%
- Geplante Kapitalerhöhung: 45-50 Milliarden Dollar

CMS setzt auf Oracle-Cloud

Am 11. Februar 2026 gab die Centers for Medicare and Medicaid Services (CMS) bekannt, Oracle Cloud Infrastructure (OCI) für ihre Cloud-Modernisierung ausgewählt zu haben. Die Behörde will ausgewählte lokale Systeme in die Cloud migrieren. Die Infrastruktur muss dabei strengste Sicherheits- und Compliance-Anforderungen erfüllen.

Der Vertrag umfasst Systeme, die Gesundheitsdaten von über 150 Millionen Amerikanern verarbeiten – darunter Anspruchsprüfung und Berechtigungssysteme. Oracles FedRAMP-High-zertifizierte Infrastruktur erfüllt die bundesstaatlichen Vorgaben für solch sensible Gesundheitsdaten.

„Die Programme der CMS sind für das Wohlergehen vieler Amerikaner von entscheidender Bedeutung – eine Verantwortung, die kompromisslose Sicherheit, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit erfordert", erklärte Kim Lynch, Executive Vice President für Regierungs- und Verteidigungsgeschäft bei Oracle.

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Analyst-Upgrade als Auftakt

Die Aufwärtsbewegung begann bereits am 9. Februar 2026, als D.A. Davidson-Analyst Gil Luria Oracle von "Neutral" auf "Buy" hochstufte. Luria verwies auf wachsendes Vertrauen in Oracles KI-Partnerschaften und Cloud-Positionierung.

Einen Tag nach der CMS-Ankündigung folgte ein weiterer Auftrag: Die US-Luftwaffe vergab am 12. Februar einen Festpreis-Auftrag über 88 Millionen Dollar. Der Vertrag läuft bis Dezember 2028 und unterstützt das Air Force Cloud One-Programm. Oracle liefert dabei Cloud-Infrastruktur über mehrere Klassifizierungsstufen hinweg – einschließlich Zugang zur Oracle AI Database 26ai für KI-Workflows.

Strategie zahlt sich aus

Die Bundesaufträge bestätigen Oracles Strategie, OCI als ernstzunehmenden Konkurrenten im öffentlichen Cloud-Markt zu positionieren. Die Cerner-Übernahme von 2022 scheint dabei zentral für die Healthcare-Cloud-Strategie.

Die Verträge kommen zu einem Zeitpunkt, da Oracle Anfang Februar 2026 einen ambitionierten Finanzierungsplan ankündigte: 45 bis 50 Milliarden Dollar sollen über Fremd- und Eigenkapital aufgenommen werden. Das Geld fließt in den Ausbau von Rechenzentren für KI-Infrastruktur-Kunden wie OpenAI, Meta und xAI.

Allerdings bleibt eine Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs anhängig. Mehrere Anwaltskanzleien haben als Frist für die Benennung eines federführenden Klägers den 6. April 2026 genannt. Die Klage wirft Oracle vor, Investoren über KI-Infrastrukturausgaben und Umsatzprognosen getäuscht zu haben.

Erholung nach schwachem Jahresstart

Oracle-Aktien durchlebten 2026 starke Schwankungen. Vor dem jüngsten Anstieg lag das Minus im laufenden Jahr bei rund 20%. Nach einem Allzeithoch über 326 Dollar im September 2025 geriet die Aktie unter Druck – belastet durch Schwäche im Software-Sektor und Bedenken über Schuldenlast sowie OpenAI-Partnerschaftsrisiken.

Die Bundesaufträge verschaffen Oracle wiederkehrende Einnahmen, die Bedenken über Ausführungsrisiken beim massiven KI-Infrastruktur-Ausbau abfedern könnten. Die nächsten Quartalszahlen werden für den 9. März 2026 erwartet.

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