Fincantieri Aktie: Auftragsbücher gefüllt
Der italienische Schiffbauer Fincantieri sichert sich Arbeit für das nächste Jahrzehnt. Ein neuer Großauftrag von Norwegian Cruise Line Holdings (NCLH) festigt die Kapazitätsauslastung der Werften bis weit in die 2030er-Jahre. Dennoch zeigt sich die Aktie in Mailand volatil. Warum reagiert der Markt trotz dieser langfristigen Planungssicherheit mit Verkäufen?
- Drei neue Kreuzfahrtschiffe für NCLH bestellt.
- Auslieferungstermine liegen in den Jahren 2036 und 2037.
- Gesamtauftragsbestand für NCLH wächst auf 17 Schiffe.
- Aktienkurs verlor gestern 3,4 %.
Langfristige Auslastung gesichert
Die am Montag finalisierte Vereinbarung umfasst den Bau von drei Schiffen für die NCLH-Marken Norwegian Cruise Line, Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises. Laut CEO Pierroberto Folgiero ist die Werftkapazität durch diesen Deal bis 2037 effektiv gesichert.
Technisch setzt Fincantieri auf bewährte Konzepte: Für die Marke Norwegian Cruise Line wird ein weiteres Schiff der „Prima Plus“-Klasse gefertigt, während die Neubauten für Oceania und Regent die jeweiligen „Sonata“- und „Prestige“-Klassen ergänzen. Diese Kontinuität in der Bauweise gilt industriell als Vorteil für die Margenentwicklung.
Sektor-Rotation belastet den Kurs
Trotz der positiven Nachrichten aus dem operativen Geschäft geriet die Aktie gestern unter Druck. Nach einem ersten Kursanstieg zu Wochenbeginn schloss das Papier am Dienstag in Mailand mit einem Minus von 3,4 %.
Dieser Rückgang steht im Kontext einer breiteren Marktbewegung an der italienischen Börse. Anleger schichteten zuletzt Kapital aus dem Industrie- und Verteidigungssektor um, was auch andere Schwergewichte wie Leonardo belastete. Marktbeobachter werten die Kursverluste daher eher als kurzfristige Gewinnmitnahmen und Sektor-Rotation denn als Reaktion auf die fundamentale Unternehmenslage.
Strategische Ziele bis 2035
Der Großauftrag stützt den aktuellen Geschäftsplan, der bis zum Jahr 2035 eine Verdopplung des Umsatzes auf rund 18 Milliarden Euro vorsieht. Mit einem aktuellen Kursniveau von etwa 16,75 Euro notiert die Aktie zudem deutlich unterhalb einiger Analystenschätzungen, die den fairen Wert des Unternehmens bei 20,50 Euro ansetzen.
Die Finanzierungsstruktur des Deals über Exportkreditversicherungen sorgt dafür, dass die Kapitalbelastung für den Kunden bis zur Auslieferung gering bleibt. Dies ermöglicht Fincantieri einen stetigen Workflow, ohne die Bilanz des Auftraggebers sofort massiv zu hebeln. Die langfristige Wachstumsstory bleibt damit intakt, während das Unternehmen auf die Umsetzung seines Umsatzsziels für 2035 hinarbeitet.
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